Samba4 im Anmarsch
Die "Technical Preview" von Samba4 ist explizit nicht für den Einsatz in Produktionsumgebungen gedacht, sondern soll interessierten Anwendern einen ersten Eindruck von Samba4 vermitteln.
Abgesehen davon, dass Samba4 von Grund auf neu entwickelt wurde, ist die Möglichkeit, mit der Software einen eigenen Directory-Server analog zu Microsofts Active Directory zu betreiben, wohl eines der wichtigsten Leistungsmerkmale von Samba4. Letztendlich soll Samba4 eine vollständige Unterstützung für das CIFS-Protokoll(öffnet im neuen Fenster) bieten.
Zudem wird Samba4 eine eigene LDAP-Implementierung mitbringen, die in vielen Fällen in der Lage sein soll, OpenLDAP zu ersetzen. Dabei soll die LDAP-Implementierung des Samba-Teams deutlich einfacher in der Handhabung sein und eine bessere Unterstützung für LDAP-Erweiterungen von Microsoft bieten.
Samba4 soll auch nicht länger an POSIX gebunden sein, sondern ebenfalls mit anderen Backends arbeiten können. So soll zum Beispiel ein WLAN-Router zum Active-Directory-Domänen-Controller mutieren können. Auch könnte Samba4 so mit einem NTFS-Backend betrieben werden.
Weitere Details zu Samba4 soll es in Form von Vorträgen auf der Samba-Konferenz(öffnet im neuen Fenster) Ende April 2006 in Göttingen geben. Einges verriet zudem Samba-Entwickler Volker Lendecke in einem ausführlichen Interview mit Golem.de.
Die Firma SerNet will zudem in der nächsten Woche im Rahmen der "Technical Preview" auch Samba4-Pakete für die Enterprise-Linux-Distributionen Suse Linux Enterprise Server 8 und 9 sowie Red Hat Enterprise Linux 3 und 4, also auch Debian Sarge, Solaris, AIX und HPUX, unter EnterpriseSamba.org(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung stellen.
Mit dem Erscheinen von Samba4-Paketen für den Einsatz in Produktionsumgebungen ist vor Sommer 2006 nicht zu rechnen.



