iTunes: Spioniert Apple das Verhalten seiner Nutzer aus? (U)

Abspielverhalten bestimmt Albumvorschläge des MiniStores

Mit dem MiniStore hat Apple in iTunes 6.0.2 eine Funktion eingebaut, die dem Nutzer beim Abspielen von Musik recht genau anzeigt, welche passenden Alben im Music Store zur Verfügung stehen. Dazu überträgt iTunes den Titel des aktuell abgespielten Albums an die Server von Apple. An der für viele unangenehmen Datenerfassung lässt sich iTunes jedoch recht einfach hindern.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach dem Update auf iTunes 6.0.2 nimmt die Software Kontakt zu Apples Music Store auf, um zu einem aktuell laufenden Titel passende Alben vorzuschlagen. Die Datenweitergabe sorgt für Misstrauen, allerdings scheint alles nur halb so schlimm zu sein, wie erste Untersuchungen besorgter iTunes-Nutzer ergeben. Auch eigene Untersuchungen von Golem.de geben zurzeit wenig Grund zur Besorgnis.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer (m/w/d) Testautomation Platform
    ING Deutschland, Frankfurt, Nürnberg
  2. Senior Product Model Designer (m/w/d)
    Vodafone GmbH, Eschborn
Detailsuche

Zum einen lässt sich das Verhalten recht schnell abschalten: Das Schließen des MiniStores macht der Datenübertragung ein Ende. Zum anderen wird nicht bei jedem einzelnen Abspielen eines Songs Kontakt mit dem Music-Store aufgenommen. Springt man zum nächsten Titel desselben Albums, kommt es zu keiner Verbindung. Nur bei dem erstmaligen Abspielen eines Titels wird eine Verbindung aufgebaut und die Daten für den Music Store heruntergeladen. Zu den Verbindungen gehören auch zahlreiche http-Aufrufe, die auch der normale Music Store ausführt, um etwa die Albumbilder und Beschreibungen herunterzuladen.

Der Stein des Anstoßes: MiniStore in Apples iTunes
Der Stein des Anstoßes: MiniStore in Apples iTunes
Zu einem Update der Daten kommt es also erst, wenn iTunes versucht, Musikangebote zu einem noch nicht abgespielten Künstler oder Album zu bekommen. Die Funktion ist in etwa vergleichbar mit dem CDDB-Dienst zur Abfrage von Albumdaten beim Einlegen einer Audio-CD. Nur gab es bei der Nutzung der CD-Datenbanken kein vergleichbares Echo der Nutzer.

Wie bedenklich die Funktion tatsächlich ist, muss der Nutzer selbst entscheiden. Apple nutzt jedoch nach Erkenntnissen des Blogs Since1968 den Dienstleister Omniture im Music Store, um das Verhalten der Besucher genauer zu beobachten. Damit unterscheidet man sich jedoch nicht von anderen Online-Shops, die Ähnliches betreiben. Für ein tatsächliches Anlegen und Auswerten von Daten zur Erstellung eines Nutzerprofils gibt es jedoch (bisher) keine Hinweise. Dazu ist die Datenerhebung zu unpräzise und vor allem noch fehlerbehaftet. So stellt iTunes beim Abspielen einer Playlist keine Verbindung zum Music Store her, wenn der nächste Titel von einem anderen Interpreten stammt.

Golem Akademie
  1. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    21.–24. Februar 2022, virtuell
  2. Cloud Transformation Roadmap: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Nachtrag vom 12. Januar 2006, 12:25 Uhr:
Apple selbst hat zu den Vorwürfen gegenüber der Macworld Stellung bezogen und versichert, dass keinerlei Informationen über Nutzer gesammelt und diese ausschließlich für die Einblendungen verwendet werden. Nach Erkenntnissen des Weblogs boingboing überträgt iTunes neben dem Titel und dem Album aber auch eine sechsstellige Nutzer-ID an die Apple-Server. Dies scheint aber eigentlich unnötig, glaubt man Apples Beteuerungen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


pyrdacor 14. Jan 2006

Jehu 13. Jan 2006

... und läßt sich ganz einfach abstellen. Sie hätten es einem ja gleich sagen können...

MacReloaded 13. Jan 2006

...wer echt Itunes benutzt hat wirklich nichts besseres verdient!! So sehr ich auch Apple...

appleno 12. Jan 2006

die frage ist, wie bloed kann man sein um es zu glauben!!!!

Andreas Sebayang 12. Jan 2006

Hallo, Ja, natürlich. Da bin ich etwsa durcheinander gekommen, es wird weder der Titel...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  2. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /