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BKA-Fingerabdruck-Scanner erlaubt Online-Überprüfung vor Ort

Pilotprojekt "Fast Identification" geht in die zweite Phase. Das vom Bundeskriminalamt in Wiesbaden Anfang 2005 gestartete Pilotprojekt "Fast Identification" (Fast-ID) zur mobilen Erfassung und Abgleichung von Fingerabdrücken mit dem Fingerabdruck-Identifizierungssystem (AFIS) geht nach dem Testbetrieb nun in eine zweite Phase. Dabei werden ausgewählte Streifenwagenbesatzungen mit Fast-ID-Geräten ausgestattet, mit denen Personen direkt vor Ort überprüft werden können.
/ Andreas Donath
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"Fast Identification" soll mit dem Gerät vorgenommene Fingerscans innerhalb weniger Minuten mit dem AFIS-System abgleichen können. So kann die Polizei eine Person z.B. direkt am Streifenwagen überprüfen und muss sie nicht erst auf die Polizeidienststelle mitnehmen. Zuvor konnte das Gerät nur lokal arbeiten und dabei auf 50.000 Datensätze zurückgreifen, die direkt im Gerät gespeichert waren. Nun sind es mit dem "Automatisierten Fingerabdruck-Identifizierungs-System" (AFIS) ca. 3,2 Millionen.

Dazu müssen elektronisch beide Zeigefinger mit dem Scanner eingelesen werden. Daraufhin werden sie drahtlos mit dem AFIS-System verglichen und das Ergebnis an den vor Ort anwesenden Polizeibeamten zurückgemeldet. Zuvor wird bei einer Treffermeldung jedoch das Ergebnis von einem Daktyloskopen (Fingerbeschauer) überprüft.

In der Testphase will man sowohl die Treffergenauigkeit als auch das Antwort-Zeit-Verhalten evaluieren. Nicht nur im täglichen Streifendienst, sondern auch bei Sonder- und Großveranstaltungen wie der WM 2006 sollen die Scanner eingesetzt werden. Zunächst wird es mit der bayerischen Polizei mit den dort vorhandenen "Car-PC-Systemen" getestet. Ab Februar 2006 werden die Geräte nach Angaben des BKA auch am Frankfurter Flughafen erprobt.


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