WMF-Format sorgt erneut für Ärger
Die in Windows enthaltene Anzeigefunktion für WMF-Bilder weist zwei Sicherheitslücken in den Funktionen ExtCreateRegion und ExtEscape auf, worüber sich auf jeden Fall eine Denial-of-Service-Attacke ausführen lässt, berichtet der Sicherheitsexperte Frank Ruder auf der Bugtraq-Mailingliste. Die Sicherheitslöcher erlauben Angreifern einen unberechtigten Zugriff auf Speicherbereiche, während WMF-Dateien angezeigt werden. Das Sicherheitsloch soll alle Windows-Version bis hin zu Windows XP mit Service Pack 2 betreffen.
Security Focus hat die Erkenntnisse zusammengefasst(öffnet im neuen Fenster) und vermutet darüber hinaus, dass sich über das Sicherheitsloch auch Programmcode ausführen lässt, was Microsoft in einem Blog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) dementiert. Nach Microsoft-Erkenntnissen erlaubt das Sicherheitsleck einen Denial-of-Service-Angriff, wodurch sich Applikationen beenden, die versuchen, manipulierte WMF-Dateien anzuzeigen.
Vorerst plant Microsoft nicht, einen Patch zur Behebung der Sicherheitslücken bereitzustellen. Stattdessen will der Softwaregigant die gefundenen Sicherheitslücken erst durch ein Service Pack bereinigen. Für Windows XP ist das kommende Service Pack 3 für das zweite Halbjahr 2007 vorgesehen, so dass Anwender bis zur Behebung der Fehler noch viel Geduld aufbringen müssen. Das bedeutet allerdings auch, dass Nutzer von Windows 2000 wohl dauerhaft mit dem Fehler leben müssen, denn für diese Betriebssystemversion ist kein weiteres Service Pack geplant.