Der billige Schein - Media Markt und Saturn oft teuer
Mit dem Jahresbeginn 2006 haben sowohl Media Markt als auch Saturn abermals eine aggressive Werbekampagne geschaltet, um dem Verbraucher das Gefühl zu vermitteln, er würde bei beiden Elektronikkaufhäusern günstige Angebote erhalten. Schon seit Jahren fährt das hinter Media Markt und Saturn steckende und zum Metro-Konzern gehörende Unternehmen Media Saturn Holding die Taktik, durch Werbeaussagen so wahrgenommen zu werden, als würden beide Elektronikmärkte besonders günstige Preise bieten.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS)(öffnet im neuen Fenster) hat Werbeaussagen der zum Metro-Konzern gehörenden Elektronikmärkte durch einen Stichprobeneinkauf überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass in München 70 Prozent der ausgewählten Artikel bei der Konkurrenz für weniger Geld zu haben sind. In Berlin waren es immer noch 50 Prozent der Produkte, die bei Media Markt und Saturn teurer waren als bei Konkurrenten. Dabei wurden örtliche Händler wie Kaufhof, Karstadt, Medimax oder Schaulandt mit Media Markt und Saturn verglichen.
In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS)(öffnet im neuen Fenster) versicherte der Media-Saturn-Geschäftsführer Utho Creusen im Dezember 2005: "Wir sind lokal die Günstigsten – über das gesamte Sortiment und über jedes Einzelprodukt." Dieses Selbstbildnis von Media Markt und Saturn hat der Stichprobeneinkauf der Zeitung eindeutig widerlegt.
Erst kürzlich rückte Media Markt in das Visier der Verbraucherschützer, denn der Elektronikmarkt bewarb Anfang 2006 einen DVD-Player für 19,- Euro, der allerdings schon nach wenigen Stunden ausverkauft war. Damit verstößt Media Markt nach Ansicht des Bundesverbands der Verbraucherzentrale gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, wie die FAS berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Über rechtliche Schritte gegen die Media-Saturn-Holding werde in den nächsten Tagen entschieden. Bereits vor fast genau einem Jahr handelten sich die Elektronikkaufhäuser Abmahnungen wegen deutlich erhöhter Preise ein.



