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Mark Shuttleworth übt Kritik an DCC Common Core

DCC-Ansatz nicht von Erfolg gekrönt

Die DCC Alliance veröffentlicht einen gemeinsamen Standard für Debian-basierte Linux-Distributionen, um so die Verbreitung von Debian zu fördern. Nun muss sich der Zusammenschluss von Distributoren jedoch Kritik von Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth gefallen lassen. Seiner Meinung nach sind die DCC-Distributionen gar keine richtigen Debian-Distributionen, da sie Kernkomponenten verändern. Außerdem hätte der Ansatz, eine einheitliche Plattform zu bieten, noch nie funktioniert - United Linux sei ein Beispiel dafür.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

In einer E-Mail an die Ubuntu-Mailingliste macht Shuttleworth seine Meinung zur DCC Alliance klar, die den weltweiten Einsatz von Debian in Unternehmen forciert. Der Zusammenschluss aus verschiedenen Distributoren bietet eine Zusammenstellung essenzieller Pakete aus Debian an und unterstützt die Linux Standard Base 3.0 (LSB). Durch diese einheitliche Plattform soll Hardware-Herstellern auch die Zertifizierung erleichtert werden.

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Shuttleworth allerdings nennt das erste Problem schon beim Namen: Die ehemals als Debian Core Consortium gestartete DCC Alliance musste den Namen nach Protesten des Debian-Projektes ändern, Shuttleworth habe dieses Problem von Beginn an gesehen, schreibt er. Der neue Name - DCC für DCC Common Core - habe sich jedoch nicht einmal unter den DCC-Mitgliedern durchgesetzt, die immer noch von Debian Common Core sprächen, diesen Namen aber legal nicht nutzen dürften.

Ein größeres Problem sei allerdings die Einheitlichkeit, da die DCC-Distributionen gar nicht den Debian-Kernel nutzen würden und auch andere Schlüsselteile wie das Linking-System oder wichtige Systembibliotheken austauschen würden. Somit seien es keine wirklichen Debian-Distributionen, zumal derzeit wohl diskutiert wird, weitere fremde Teile für DCC zu verwenden. Unter Umständen möchte die DCC so die X.Org-Pakete aus Ubuntu einsetzen, statt weiter auf die XFree86-Pakete zu setzen, die Debian Sarge nutzt.

Auch die Idee, eine LSB-kompatible Schicht für Debian anzubieten, ist nach Shuttleworths Ansicht komisch. Er ist überzeugt, dass Debian selbst LSB-konform sein könnte, wenn dies das Ziel wäre und auch Ubuntu würde sich selbst um LSB-Konformität kümmern, wenn dies auf dem Plan stünde.

Das größte Problem ist laut Shuttleworth allerdings die fehlende Homogenität der DCC-Distributionen. Es könne nicht funktionieren, eine einheitliche Basis auszuliefern, da jede Distribution immer Änderungen an ihren Basispaketen durchführen würde. Ein Hardware-Anbieter, der Linux zertifizieren möchte, würde außerdem nicht nur die Software, sondern auch die Umgebung wie Dokumentationen berücksichtigen. Screenshots beispielsweise wären nutzlos, sofern sie nicht alle beteiligten Distributionen repräsentieren würden. Das Scheitern von United Linux hätte bereits gezeigt, dass der Ansatz nach einer einheitlichen Basis nicht automatisch von Erfolg gekrönt sei.

Shuttleworth stellt aber auch klar, dass er trotz aller Kritik nichts gegen die DCC habe, sondern teilweise sogar mit ihnen kooperiere. In zukünftigen DCC-Veröffentlichungen soll der Kernel beispielsweise weitgehend identisch mit dem Ubuntu-Kernel sein. Nur die Zusammenarbeit innerhalb der Community bringe freie Software voran, so Shuttleworth.

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Ashura 06. Jan 2006

Dafür musst du dich doch nicht entschuldigen. Dann solltest du wohl die entsprechende...


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