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Patchday bei World of Warcraft mit massiven Problemen

Content-Patch 1.9 bringt große Schlachtzug-Dungeons. Mit dem Content-Patch 1.9 für World of Warcraft hat Blizzard vor allem die Stammspieler im Visier: Zwei neue große Schlachtzug-Dungeons dürften für einige Wochen Unterhaltung sorgen. Gelegenheitsspieler kommen jedoch etwas zu kurz, Blizzard gelobt aber Besserung. Im Bereich der Informationspolitik ist diese auch dringlich nötig, ausgefallene Foren und Webseiten sowie verspätete Informationen von Blizzard lassen die Spieler nur ungern auf sich sitzen.
/ Andreas Sebayang
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"Spiele niemals an einem Patchtag." So heißt eine der Grundregeln bei Online-Rollenspielen - dies war für so manchen Spieler von World of Warcraft dann gezwungenermaßen auch nicht möglich, denn gut ein Dutzend der Server waren am gestrigen Mittwoch nicht erreichbar, Selbiges galt auch für die Website des Spiels, die auch dann nicht oder nur sehr schwer erreichbar war, als einige Server wieder online gingen. Die europäischen Webseiten kämpfen auch einen Tag danach noch mit Lastproblemen und auch die Foren fallen gelegentlich aus, so dass die Spieler sich selbst zusammenreimen müssen, was gerade passiert. Blizzard reagierte meist erst mit einigen Stunden Verzögerung auf das Verlangen der Spieler nach einem Status.

Probleme mit einem Patch sind für Online-Rollenspiele an sich nichts Ungewöhnliches. Dass jedoch der Content-Patch 1.9 trotz aller Probleme in den USA nur einen Tag später auch auf die europäischen Server aufgespielt wurde, stößt bei vielen Spielern auf Unverständnis. Noch am selben Tag veröffentlichte Blizzard im Forum eine Liste von Problemen(öffnet im neuen Fenster) , die jedoch nicht vollständig zu sein scheint. Im US-Forum wird noch von zahlreichen anderen Problemen berichtet(öffnet im neuen Fenster) . In der Nacht wurde immerhin ein weiterer serverseitiger Patch eingespielt - welche Probleme dieser behebt, darüber schweigt sich Blizzard noch aus.

Wichtigste Neuerung im Content-Patch 1.9, der ursprünglich noch für das letzte Jahr geplant war, sind die beiden Schlachtzug-Dungeons "Die Ruinen von Ahn-Qiraj", der für 20 Spieler ausgelegt ist, und "Der Tempel von Ahn-Qiraj", in dem sich bis zu 40 Spieler gleichzeitig tummeln können.

Für etwas Entspannung auf unausgeglichenen Servern, bei denen das Verhältnis zwischen Horde- und Allianzspielern auf der Kippe steht, sollen die neuen Warteschlangen für Schlachtfelder sorgen. Spieler, die ein Schlachtfeld betreten wollen, können sich jetzt in die Warteschlange von allen Schlachtfeldern einreihen und in das erste freiwerdende eintreten. Zudem werden mit dem Patch die Auktionshäuser der einzelnen Fraktionen miteinander verbunden und kleine Änderungen beim Verhalten der großen Schlachtzug-Dungeons vorgenommen.

Bei der Überarbeitung aller Talentbäume ist diesmal der Paladin an der Reihe und darf seine Talente neu verteilen. Hexenmeister werden sich über die neue Seelensteintasche freuen können, die für mehr Platz sorgt.

Einige Kritik muss sich Blizzard bei den weiteren Lokalisierungen innerhalb des Spiels gefallen lassen. Landschaften und Gegenstände werden auch weiterhin mit jedem Patch eingedeutscht. Problematisch ist dabei, dass die Übersetzungen nur Stück für Stück nachgereicht werden und so jedes Mal einige Verwirrung entsteht, da sich die Spieler umgewöhnen müssen. Einzelne Namen, die durch vergangene Spiele geprägt wurden, sollen jedoch nicht übersetzt werden. Blizzard versucht sich hier an einer schweren Gratwanderung zwischen der deutschen Sprache und der Beibehaltung altbekannter Namen aus der Welt von Warcraft. Eine Liste(öffnet im neuen Fenster) gibt Aufschluss über die Änderungen der Übersetzung.

Der aktuelle Content-Patch richtet sich mit seinen High-End-Inhalten wieder hauptsächlich an die Stammspieler, Gelegenheitsspieler bekommen nicht viel von den neuen Inhalten mit. Zum Erleben der neuen Instanzen müssen die Spieler eine gewisse Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit an den Tag legen, um in den großen Schlachtgruppen überhaupt mitspielen zu können. Dafür hat Blizzard auch schon einige Kritik(öffnet im neuen Fenster) einstecken müssen.

Blizzard ist sich der Probleme aber mittlerweile bewusst und hat in dem Forenbeitrag " 60 und darüber hinaus (Entwicklung des End-Games)(öffnet im neuen Fenster) " dazu Stellung genommen. Man will in Zukunft auch den Gelegenheitsspielern wieder mehr bieten.

Weitere Details zu den Neuerungen finden sich in den Patchnotes(öffnet im neuen Fenster) . Zurzeit gibt es jedoch noch immer Probleme mit einzelnen Servern, so dass nicht jeder von den Neuerungen profitieren kann, es ist auch noch unklar, wann die betroffenen Server(öffnet im neuen Fenster) wieder online gehen werden.


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