Motorola: Handy als Zentrum des digitalen Programmradios
Motorolas iRadio wird mit zunächst einmal 435 Kanälen gestartet, die sich nach verschiedenen Musiksparten und Stilen unterscheiden. Auch Kanäle für einzelne Künstler sind vorhanden. Motorola bietet auch Künstlern, die selbst Kanäle anbieten wollen, eine Möglichkeit, DRM-gesicherte "Übertragungen" zu senden.
Die Zuhörer können ein Bookmark auf abgespielte Songs per Tastendruck setzen und dann weitere Informationen zum Lied erhalten. Auch eine Kaufmöglichkeit für das gesamte Album oder den Song soll angeboten werden. Der Download erfolgt dann ebenfalls über das Handy. Welche DRM-Restriktionen die gekauften Lieder haben werden, ist bis dato nicht bekannt. Auch zu dem verwendeten proprietären Streaming-Format teilte Motorola keine Einzelheiten mit.
Motorola bietet für iRadio eine Reihe von Bluetooth-Geräten an, darunter ein Stereo-Kopfhörerpaar, einen Adapter für die Stereoanlage sowie einen Adapter für das Autoradio. Damit sollen die meisten Autoradios von den Herstellern wie Pioneer, Alpine, Sony und Kenwood genutzt werden können.
Abgewickelt werden soll das Angebot über die Mobilfunk-Anbieter, die auch die Gebührenabrechnung vornehmen werden. Für die Handy-Hardware will Motorola natürlich ebenfalls sorgen und mit dem ROKR E2, das im Gegensatz zu seinem Vorgänger iTunes nicht mehr unterstützen soll, wurde auch gleich ein Endgerät angekündigt. Weitere sollen folgen. Ob der Dienst auch in Europa angeboten wird, ist noch nicht bekannt.
Die Pläne zu Motorolas iRadio sind schon seit 2001 bekannt, doch wurde die Lösung damals noch als Telematiksystem bezeichnet, das personalisierte und ortsabhängige Informationen und Services, beispielsweise Verkehrsinformationen in Echtzeit, dynamische Offboard-Navigation, Music-on-Demand, E-Commerce-Optionen und E-Mail anbieten soll.



