Wimax soll DSL überholen
Insbesondere ländliche Regionen, in denen derzeit keine wirtschaftliche Breitbandversorgung möglich ist, werden von WiMax profitieren. Steria Mummert Consulting rechnet bis 2009 mit einem Marktvolumen von rund drei Milliarden Euro für den Funkstandard.
In ersten Projekten in Berlin , Düsseldorf oder Kaiserslautern kommt WiMax schon heute zum Einsatz, das Augenmerk liegt aber eher auf dicht besiedelten Gebieten, in denen auf Grund einer Glasfaserverkabelung derzeit kein DSL zu haben ist.
Den Marktforschern zufolge wird WiMax dabei auch die Mobilfunktechnik UMTS ergänzen. Zwar liege die Gesamtauslastung des UMTS-Netzes nur bei rund zehn Prozent, jedoch komme es in Gebieten mit hohen Nutzerzahlen regelmäßig zu Kapazitätsengpässen. In diesen Problemzonen könne ein einziger Wimax-Sendemast für eine Entlastung von rund 1.000 Nutzern sorgen.
Zudem wurde kürzlich mit dem IEEE-Standard 802.16e eine mobile Version des Funkstandards verabschiedet, erste Notebooks, die Wimax direkt unterstützen, könnten in diesem Jahr auf den Markt kommen, forciert doch Chip-Riese Intel die Technik. 2007 sollen dann Mobiltelefone und PDAs mit der neuen Technik ausgerüstet werden.
Der Umsatz mit entsprechender Wimax-Hardware wird laut Steria Mummert Consulting bis 2008 weltweit auf rund 940 Millionen Euro ansteigen.



