Bausatz zur Ausnutzung des WMF-Sicherheitslochs entdeckt
Die kürzlich bekannt gewordene Sicherheitslücke in Windows 2000, XP und Windows Server 2003 lässt sich von Angreifern ausnutzen, indem diese ihren Opfern präparierte WMF-Bilddateien unterschieben. Mit der von Panda Software entdeckten Bausatz-Software wird es Angreifern besonders einfach gemacht, entsprechende Schadroutinen zu erstellen. Daher wird befürchtet, dass schon in Kürze eine Flut von Schadprogrammen durch das Internet schwappt, die allesamt die von Microsoft bislang nicht geschlossene WMF-Sicherheitslücke ausnutzen.
Microsoft rät derzeit als Notlösung vorerst nur dazu, das Anzeigen von WMF-Bildern ganz abzuschalten(öffnet im neuen Fenster) . Der IDA-Pro-Entwickler Ilfak Guilfanov bietet hingegen bereits einen Hotfix(öffnet im neuen Fenster) zum Download, der weiterhin alle WMF-Dateien anzeigt, ohne dass das Sicherheitsrisiko weiter bestehen soll. Dazu leitet Guilfanovs Software entsprechende API-Aufrufe um, so dass sich das Sicherheitsloch nicht mehr ausnutzen lässt.
Nachtrag vom 3. Januar 2006 um 13:15 Uhr:
Microsoft hat das Advisory über das WMF-Sicherheitsloch aktualisiert und gibt darin bekannt, dass ein Sicherheits-Patch erst am regulären Patch-Day im Januar 2006 erscheinen wird. Somit muss man sich noch bis zum 10. Januar 2006 gedulden, bis ein Patch zur Abhilfe von Microsoft angeboten wird.