Xgl-Entwicklung wird wieder öffentlich
Die aktuelle Version des Xgl-Servers soll nun auch so schnell wie möglich in das CVS des Freedesktop-Projektes integriert werden, so Reveman in seiner Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) . Dort soll er jedoch erst einmal separat gepflegt werden, bevor der Code in X.Org einfließen kann.
Gegenüber der letzten öffentlichen Version erfuhr Xgl einige signifikante Änderungen wie eine grundlegende Neustrukturierung des Quellcodes. So funktioniert die GLX-Erweiterung nun auch mit anderen als dem proprietären Nvidia-Treiber. Ferner funktioniert die XVideo-Erweiterung und benutzt ab sofort das YUV-Farbmodell. Der X Compositing Manager für Schatten und Transparenz kann nun mit den ATI- oder Nvidia-Treibern auch mit Hardwarebeschleunigung verwendet werden. Ein Compositing Manager auf OpenGL-Basis ist ebenfalls in Arbeit, laut Reveman aber noch nicht für eine Veröffentlichung bereit. Voraussichtlich im Februar 2006 soll "Compiz" dann aber auch öffentlich zugänglich gemacht werden.
Bevor der Code nun aber in X.Org übernommen werden kann, müssen laut Reveman eventuell weitere Änderungen am Xgl-Quelltext vorgenommen werden.
Novell war im Vorfeld in die Kritik(öffnet im neuen Fenster) von freien Entwicklern geraten, da die Xgl-Entwicklung nach der Einstellung von Reveman auf einmal nicht mehr öffentlich ablief. Diese hatten daher Angst, komplett von der Entwicklung ausgeschlossen zu werden und bei der Veröffentlichung einer neuen Version unter Umständen nicht mehr den kompletten Quelltext verstehen zu können, so dass Xgl zu einem Novell-Produkt würde. Mit der Veröffentlichung der aktuellen Version und der Ambition, sie in X.Org zu integrieren, ist die Xgl-Entwicklung nun jedoch auch wieder für die Community offen zugänglich.