Inoffizieller Patch gegen WMF-Sicherheitslücke
IDA-Pro-Entwickler Ilfak Guilfanov bietet einen Hotfix, der Windows-Systeme gegen die WMF-Sicherheitslücke absichern soll. Denn betroffene Systeme sind unabhängig vom verwendeten Browser gefährdet, zumal in manchem Zusammenhang entsprechende Bilder in einer Vorschau ohne Eingreifen des Nutzers angezeigt werden.
Während Microsoft rät, das Anzeigen von WMF-Bildern abzuschalten(öffnet im neuen Fenster) , bevor ein Patch angeboten wird, geht der Hotfix von Guilfanov(öffnet im neuen Fenster) weniger rabiat zur Sache. Er schaltet keine Funktionen ab, alle Bilder bleiben sichtbar. Guilfanovs Software leitet entsprechende API-Aufrufe um und sorgt dafür, dass die gefährdete Sicherheitslücke nicht mehr ausgenutzt werden kann. Der inoffizielle Hotfix soll unter Windows 2000, XP 32-Bit, XP 64-Bit und Windows Server 2003 funktionieren und, so Guilfanov, bis zum Erscheinen eines ordentlichen Patches von Microsoft aushelfen.
Laut F-Secure(öffnet im neuen Fenster) ist das Problem aber weitreichender: So sei beim Design von WMF in den 80er-Jahren explizit vorgesehen worden, dass Bilder ausfühbaren Code mitbringen, was damals auch notwendig gewesen sei. Daher sei das Problem nicht auf die derzeit im Rampenlicht stehende Funktion Escape() in Zusammenhang mit der Sequenz "SetAbortProc" beschränkt und es seien vermutlich alle Windows-Versionen seit Windows 3.0 betroffen. Damit, so F-Secure, betreffe das Problem wohl mehr Computer als bislang jede andere Sicherheitslücke.