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Linux-Kernel 2.6.15 mit verbesserter NTFS-Unterstützung

Neuer Kernel erfordert udev 071

Nach insgesamt sieben Release Candidates hat Linus Torvalds die stabile Version des Linux-Kernels 2.6.15 freigegeben. Diese kommt mit mehreren neuen Funktionen daher, viele Änderungen erfuhr beispielsweise das Software-RAID und der neue NTFS-Treiber mit verbesserter Schreibunterstützung wurde integriert. Darüber hinaus erhält langsam die Unterstützung für den Linksys NSLU2 Einzug in den offiziellen Kernel. Wie immer wurden zudem zahlreiche Fehler der Vorgängerversionen beseitigt.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Noch im vierten Release Candidate führte Linus Torvalds die Funktion vm_insert_page() ein, die es Treiber ermöglicht, Speicherseiten in Virtual-Memory-Adressen einzufügen, die einem Nutzer gehören. Einigen Treibern soll diese Funktion zugute kommen. Als er sie mit dem fünften Release Candidate auch noch Nvidias Closed-Source-Treibern zur Verfügung stellte, stieß Torvalds allerdings nicht bei allen Entwicklern auf Gegenliebe - gerade, da im Vorfeld der Vorschlag für die Einführung eines stabilen API (Application Programming Interface) oder eines ABI (Application Binary Interface) auf einhellige Ablehnung unter den Entwicklern stieß. Auf der Linux Kernel Mailinglist (LKML) fragte Arjan van de Ven, der bei Red Hat für den Kernel zuständig war, Torvalds dann auch, ob dieser Schritt ein Statement für die Akzeptanz von binären Treibern sei.

Mit Kernel 2.6.15 wurde auch der neue NTFS-Treiber mit verbesserter Schreibunterstützung integriert. Mit der aktuellen Version des Treibers kann die Dateigröße geändert werden, so dass ein Bearbeiten von Dateien mit einem Editor möglich wird. Bei stark fragmentierten Dateien soll dies nicht funktionieren, der Treiber liefert in diesem Fall aber eine Fehlermeldung zurück, ohne dass die entsprechende Datei beschädigt wird. Dateien oder Verzeichnisse kann man allerdings noch nicht anlegen und auch löschen wird nicht unterstützt.

Eine Reihe von Änderungen erfuhr der Multiple-Device-Treiber, mit dem sich unter Linux Software-RAID-Arrays einrichten lassen. So kann man nun beispielsweise Arrays ohne Schreibzugriff einbinden. Normalerweise würde beim Starten des Arrays der Superblock geschrieben und die Synchronisation des Arrays eingeleitet, beim Laden eines Suspend-to-Disk-Images hingegen sollte dies nicht passieren. Der Schreibzugriff auf das Array wird vom Kernel automatisch reaktiviert, sobald er das erste Mal benötigt wird. Zudem wurde der Umgang mit Lesefehlern bei RAID-5-Arrays verbessert und Arrays lassen sich überprüfen, ohne dass direkt eine automatische Reparatur veranlasst wird.

Linux-Kernel 2.6.15 mit verbesserter NTFS-Unterstützung 
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Roman Laubinger 17. Jan 2006

Ach? Ich habe hier beides laufen und finde es praktisch, auch auf NTFS zugreifen zu...

Ashura 03. Jan 2006

Ich nutze zwar Debian, habe dort aber mit der Version 076 keinerlei Probleme. Gruß, Ashura


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