2005: Auch für PCs gilt - Doppelt hält besser

Grafikkarten: Ohne PCI-Express hat man das Nachsehen

Im Grafikkarten-Markt hat Nvidia seinen Konkurrenten ATI wieder auf den zweiten Platz verweisen können - anders als ATI hatte Nvidia sich trotz PCI-Express stärker um den AGP-Bus gekümmert. Dennoch war 2005 eher ein Trauerspiel für aufrüstwillige AGP-Mainboard-Besitzer, denn die neuen Grafikchip-Serien wie ATIs Radeon X1000 und Nvidias GeForce 7 waren PCI-Express-PCs vorbehalten. Eine Ausnahme sind GeCubes AGP-Grafikkarten mit Radeon X1300 und X1600, die allerdings bisher nur in Asien erhältlich und im unteren bis mittlereren Preis-Leistungs-Bereich angesiedelt sind. Erst Anfang 2006 soll es so weit sein, dass Partner beider Grafikchip-Hersteller wieder leistungsfähigere AGP-Produkte anbieten. Nvidia zufolge hat dies hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, technisch hingegen sind seit Monaten PCIe-nach-AGP-Wandler-Chips erhältlich.

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Asus EN7800GT Dual für Quad-SLI
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Wer schon auf PCI-Express umgestiegen ist, bekam 2005 noch mehr Möglichkeiten, gleich zwei Grafikkarten im Verbund arbeiten zu lassen - ATI hat sich mit seinem SLI-Konkurrenten Crossfire zwar Zeit gelassen, konnte aber damit eine nicht minder interessante Lösung zur Geschwindigkeitssteigerung realisieren. Nvidias SLI wird derweil auf den Einsatz von bis zu vier Grafikchips vorbereitet, wobei diese dann eher auf zwei als auf vier Grafikkarten stecken. Weitere Trends, die sich 2005 feststellen ließen: 512-MByte-Grafikkarten sind nichts Besonderes mehr und es gibt kaum noch neue Grafikhardware ohne Shader-3.0-Unterstützung. S3 Graphics und XGI haben 2005 zwar von sich Reden gemacht, aber weiterhin beide keine besondere Bedeutung im Markt für Grafikkarten.

Im High-End-Bereich fetzten sich ATI und Nvidia Anfang des Jahres 2005 noch mit Radeon X850 XT PE und GeForce 6800 Ultra. Im Mittelklasse-Bereich konnte Nvidia ATI mit dem GeForce 6600 und später dem 6800 Marktanteile abluchsen. Mitte des Jahres konnte Nvidia dann mit dem GeForce 7800 GTX die Leistungskrone eindeutig zurückerobern, zumal der Radeon X1800 XT sich erst im Oktober/November 2005 auf ersten Grafikkarten im Handel blicken ließ.

Um dem mehr entgegensetzen zu können, führte Nvidia noch den GeForce 7800 GTX 512 ein - mit angehobener Taktung, 512 MByte Speicher und exorbitantem Preis sind die entsprechenden Grafikkarten aber eher selten bis gar nicht anzutreffen. ATI will mit einem Radeon-X1800-XT-Nachfolger mit Codenamen R580 Anfang 2006 das Blatt wieder wenden.

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Für das erste Halbjahr 2006 sind nur Produktverbesserungen seitens ATI und Nvidia zu erwarten, Nvidia wird seine GeForce-7-Serie zudem auf den Mid-Range- und Low-End-Bereich ausdehnen. Neue Grafikchip-Architekturen werden hingegen noch bis zum Herbst 2006 auf sich warten lassen: Der G80 getaufte Chip wird Nvidias erster Grafikchip, bei dem es keine Trennung von Pixel- und Vertex-Shadern mehr gibt, ähnlich wie es bei ATIs Xbox-360-Grafikchip der Fall ist, der ebenfalls eine Unified-Shader-Architektur aufweist. Windows Vista wird DirectX 10 mit sich bringen, das mit seinen Shader-4.0-Effekten ideal für Unified-Shader-Grafikchips sein soll. Für mehr Leistung werden ab 2006 zudem die neuen GDDR4-Speicher sorgen, auf die zumindest ATIs Radeon-X1000er-Chips schon vorbereitet sind.

Matrox hat sich auch 2005 nur dem Nischenmarkt für professionelle Multi-Monitor-Hardware gewidmet, aber immerhin als erster Hersteller eine PCI-Express-Grafikkarte ("Millennium G550 PCIe" für PCIe x1) mit Open-Source-Treibern für Linux und andere Unix-verwandte Betriebssysteme ausgeliefert. So können erfahrene Programmierer selbst Hand an den Treiber legen und ihn erweitern oder auf andere Betriebssysteme anpassen. ATI und Nvidia etwa liefern für ihre im Vergleich zu den Matrox-Chips deutlich schnelleren AGP- und PCI-Express-Grafikchips nur vorkompilierte Treiber, wie es auch bei Windows der Fall ist.

Der PC schrumpft

MiniPC von AOpen
MiniPC von AOpen
Bei den PCs zeichnet sich ein Trend zu kleineren Geräten ab, eingeläutet durch Apples Mac mini. Ihm folgten beispielsweise der miniPC2 fürs Büro, der noch kleinere CF700 oder AOpens Mini-PC, der hier zu Lande als cebop scope zu haben ist. Etwas größer sind die schon länger erhältlichen Barebones im nicht wirklich würfelförmigen "Würfel-Format". Alphacool bietet nun ein Gerät mit vorinstallierter Wasserkühlung an, Shuttle presst zwei SLI-Grafikkarten in das Kleinformat und auch das Auto sollen die kleinen Systeme erobern. Besonders klein gibt sich der JackPC, der in eine Netzwerkdose passt.

Ganz langsam scheint sich zudem eine Bewegung in Richtung freier Hardware abzuzeichnen. So wurde das Hardware-Design der Pegasos-Plattform veröffentlicht, IBM startete Power.org und Sun will seinen UltraSPARC T1 zu Open Source machen. Und während der nicht sonderlich freie BIOS-Nachfolger Unified EFI langsam flügge wird, ruft die FSF zur Entwicklung eines freien BIOS auf.

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Christof Bieker 29. Aug 2008

suche kleinen gebr. Flachbildschirm für mein PC in Neuss

Technikfreak 05. Feb 2006

NEIN, für mich sind die Benutzer, die PCs im Aldi nur nach MHz kaufen, nicht das Thema...

Blair 31. Dez 2005

Bitte Beitrag schreiben.

Missingno. 30. Dez 2005

pff... Industriediamenten... ;)



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