Pentium Extreme Edition 955 kommt Mitte Januar 2006
Von seinem Vorgänger Pentium Extreme Edition 840 ("Smithfield") hebt sich der neue Pentium Extreme Edition 955 ("Presler") durch eine höhere Taktrate (3,467 statt 3,2 GHz), einen schnelleren Systembus (1.066 statt 800 MHz effektiv), einen verdoppelten Level-2-Cache (2x2 statt 2x1 MByte) und die Unterstützung von Intels Virtualisierungstechnik ab. Der Prozessorsockel (LGA775) bleibt der gleiche, auch die Thermal Design Power (TDP) bleibt bei 130 Watt.
Passend zum neuen Dual-Core-Prozessor hat Intel mit dem i975X gleich noch den passenden Chipsatz vorgestellt, der den schnelleren 1.066-MHz-Systembus (4x 266,7 MHz) und den Betrieb von zwei PCI-Express-Grafikkarten (2x PEG x8) unterstützt. Mittels BIOS-Updates soll aber das eine oder andere Mainboard mit Pentium-D-tauglichem Chipsatz auf den neuen Extrem-Prozessor angepasst werden können. Intel hat mit dem D975XBX bereits ein eigenes i975X-basiertes Mainboard angekündigt.
Intel zufolge kommt der Pentium Extreme Edition 955 weltweit am 16. Januar 2006 auf den Markt. Der Hersteller gibt einen Großhandelslistenpreis von 1.000,- US-Dollar an, was dem Preis des Pentium Extreme Edition 840 entspricht. Auch die Presler-Modelle 920, 930, 940 und 950 sollen ab Mitte Januar verfügbar sein – im Handel werden sie bereits gelistet .
Im Netz sind seit 27. Dezember 2005 erste Benchmarks des neuen Extreme Edition 955 zu finden – der TecChannel(öffnet im neuen Fenster) etwa spricht von einem Leistungssprung zwischen 5 und 10 Prozent im Vergleich zum Extreme Edition 840. AMDs etwas günstigeren Athlon 64 X2 4800+ kann der neue Intel-Prozessor nicht überall überholen. In Verbindung mit OpenGL und Spielen scheint AMD immer noch besser positioniert zu sein. Man darf gespannt sein, wie sich AMDs kommender 2,6-GHz-Dual-Core-Prozessor Athlon 64 FX-60 gegen den Extreme Edition 955 wird schlagen können. Der schnellere Systembus und die Hyper-Threading-Unterstützung bringen Heise zufolge(öffnet im neuen Fenster) nur kleine Vorteile – anders als bei Dual-Core-CPUs ohne Hyperthreading kann unpassende Software durchaus auch zu Problemen führen. Dafür soll der Strombedarf des neuen Prozessors vor allem bei voller Last trotz gleicher TDP etwas niedriger als beim Vorgänger sein.