Galileo: Erster Satellit gestartet

Europas zivile Konkurrenz zu GPS macht erste Gehversuche

Das europäische Satellitennavigationssytem Galileo machte jetzt einen großen Schritt nach vorn. Nach viel politischem Hickhack um die Verteilung des Kuchens startete heute der erste Galileo-Satellit ins All. Er dient vor allem der Erprobung der Technik und Sicherung der zugeteilten Funkfrequenz.

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Das als zivile Konkurrenz zum US-amerikanischen "Global Positioning System" (GPS) angelegte System soll letztendlich rund 30 Satelliten umfassen und sowohl einen offenen und kostenlosen Basisdienst, vergleichbar mit dem zivilen GPS-Signal, sowie einen kommerziellen Dienst mit Funktionsgarantie zur Verfügung stellen. Auch der kostenlose Basisdienst soll im Vergleich zu GPS eine verbesserte Qualität und Zuverlässigkeit bieten.

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Zudem verspricht Galileo eine größere Abdeckung von 95 Prozent auch in Stadtbereichen gegenüber 50 Prozent bei GPS. Dies soll vor allem die Nutzung in Privatfahrzeugen verbessern und eine Satellitennavigation innerhalb von Gebäuden und Tunneln erlauben.

Insgesamt soll Galileo rund 3,6 Milliarden Euro kosten und 2008 einen Probebetrieb aufnehmen, 2010 sollen dann alle Satelliten positioniert sein.

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