2005: Web 2.0 mit Vorratsdatenspeicherung

AJAX - weder Fußballclub noch Scheuersand

Zimbra setzt auf AJAX
Zimbra setzt auf AJAX
Spricht man über Blogs und Suchmaschinen, ist der Weg zu den Schlagworten AJAX und Web 2.0 nicht weit und fast jeder versucht, auf den Zug aufzuspringen, von Opera bis Sun. Weitere Bibliotheken für AJAX liefern beispielsweise Echo2, Ruby on Rails oder PHPfaces, Anwendungen kommen, abgesehen von Google, Yahoo und Microsoft, unter anderem von Zimbra oder Writely. Erst kürzlich widmete das W3C dem Thema eine eigene Arbeitsgruppe.

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Opera 8.5
Opera 8.5
Das, was gemeinhin unter dem Schlagwort Web 2.0 verstanden wird, ist in erster Linie von Webapplikationen getrieben, die die bestehenden Möglichkeiten aktueller Browser ausnutzen. Dennoch gibt es auch Bewegung im Browser-Markt. Der norwegische Browser Opera ist mittlerweile in der Version 8.5 kostenlos zu haben, auch ohne Werbung und mit Opera Mini gibt es auch eine Version fürs Handy und auch auf Windows-Smartphones hat Opera seinen Weg gefunden. Seit Opera 8 kann zudem mit Opera per Sprachbefehl gesurft werden und auch SVG-Unterstützung bringt der Browser mit, auch auf dem Handy. Im kommenden Jahr soll Opera 9 unter anderem mit neuen IMAP-Funktionen aufwarten, zudem experimentieren die Norweger mit einer integrierten BitTorrent-Unterstützung.

Mozilla - von der Foundation zur Corporation

Obwohl die Mozilla-Entwickler Anfang 2005 fleißig an Version 1.8 der Browser-Suite arbeiteten und mehrere Vorabversionen veröffentlichten, wurde im März statt einer finalen Version die Einstellung der Entwicklung bekannt gegeben. Firefox und Thunderbird sollten stattdessen die Hauptapplikationen der Mozilla-Entwicklung darstellen, wobei die Stiftung ohnehin nie eine finale Version von Mozilla 1.8 geplant hatte, hieß es.

Doch es dauerte nicht lange, bis sich einige Entwickler zusammentaten, um die Mozilla-Suite unter ihrem bisherigen Code-Namen SeaMonkey weiterzuentwickeln. Bis zu einer ersten Beta-Version brachte es das Projekt im Dezember noch, die fertige Version möchte der SeaMonkey-Rat im Januar 2006 veröffentlichen.

Firefox 1.5
Firefox 1.5
Nachdem die Mozilla-Stiftung ihre Browser-Suite fallen ließ, richteten sich die Augen natürlich auf den Browser Firefox und den E-Mail-Client Thunderbird. Gerade dem Webbrowser wurde dabei einige Aufmerksamkeit zuteil, der sicher auf die Version 1.1 zusteuerte; bevor die Entwickler dann ankündigten, keine Version 1.1 zu veröffentlichen und gleich den Sprung von 1.0.x auf 1.5 zu wagen. Tatsächlich schaffte es das Mozilla-Team dann auch, Version 1.5 Ende November 2005 freizugeben, die mit Unterstützung für SVG, JavaScript 1.6 und neuen Funktionen aufwartet. Firefox 2 indes ist für das dritte Quartal 2006 geplant, während Firefox 3 auf der Gecko-Engine 1.9 basieren und Anfang 2007 erscheinen soll. Verspätungen bei der Veröffentlichung von Firefox 2 wollen die Entwickler dabei tunlichst vermeiden.

Der E-Mail-Client Thunderbird und der Kalender Sunbird hingegen schafften es nicht bis zu einer neuen, finalen Version. Während Thunderbird zumindest für Januar 2006 in Version 1.5 versprochen ist, wird Sunbird wohl noch eine ganze Weile brauchen, bis es die Version 1.0 erreicht.

Abseits der Entwicklungsarbeit und der Software-Veröffentlichungen tat sich ebenfalls etwas: Die Mozilla Foundation gründete einen kommerziellen Ableger, der mit kostenpflichtigem Support für Firefox die Verbreitung des Browsers fördern soll. Für die Mozilla Corporation sind jedoch weiterhin die Ziele der Stiftung bindend und es geht nicht um eine Gewinnmaximierung, so dass auch kein Börsengang geplant ist.

Während die Stiftung sich allerdings nun auf die Lenkung der Mozilla-Projekte, die Infrastruktur und den Quelltext konzentriert, widmet sich die Corporation der Entwicklung von Endkundenprodukten inklusive des zugehörigen Marketings.

Aufmerksamkeit bekamen die Mozilla-Produkte auch von Google: So wurden nicht nur die Entwickler Mike Pinkerton, Brian Ryner und Ben Goodger von Google angeheuert. Vielmehr bietet der Suchmaschinenanbieter seit einiger Zeit auch diverse Erweiterungen für Mozilla Firefox an, darunter die Google Toolbar und ein Phishing-Schutz.

Internet Explorer 7 wirft seine Schatten voraus

IE7 Preview
IE7 Preview
Die Brücke von Firefox zu Microsofts Internet Explorer schlägt Netscape 8, der die beiden Rendering-Engines unter ein Dach bringt. Ein neues Dach für den Internet Explorer soll auch Windows Vista darstellen, denn einige der Neuerungen des kommenden Internet Explorer 7 werden nur in Verbindung mit Microsofts neuem Betriebssystem zu nutzen sein. Tabbed Browsing mit dem IE7 wird man wohl aber auch unter Windows XP nutzen können. Doch die Entwickler von Microsofts Browser müssen bis dahin noch einige Probleme beseitigen, holt sie doch die Vergangenheit ein. Für das erste Quartal 2006 steht erst einmal eine öffentliche Beta-Version von Microsofts neuem Browser an.

Internet wird schneller und billiger

Verhältnismäßig wenige Schlagzeilen machte eBay, dafür aber aber umso größere: Mal ganz abgesehen davon, dass der Online-Marktplatz fast ungebremst weiter wächst und äußerst profitabel arbeitet, kaufte man mit Skype für gut 2 Milliarden US-Dollar die Gallionsfigur unter den VoIP-Anbietern. Nicht auslassen sollte man an dieser Stelle das Thema Breitband, ohne das viele der aufgezeigten Entwicklungen kaum möglich wären: Obwohl sich der Wettbewerb der Breitband-Anbieter weiter in Grenzen hält, hat der Preiskampf zwischen den DSL-Anbietern die Preise für DSL-Flatrates in Ballungsgebieten auf rund 5,- Euro pro Monat sinken lassen, die Preise für einen DSL-Anschluss blieben weitgehend konstant, allerdings bei steigenden Bandbreiten. Für 2006 dürfen sich Nutzer auf weiter steigende Bandbreiten freuen, erste Anbieter wie beispielsweise Versatel und AOL machten es mit ADSL2+ und bis zu 20 MBit/s bereits vor, die Telekom kündigt mit VDSL schon einen weiteren Schritt auf dem Weg hin zu 50 MBit/s an.

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christian H 19. Jan 2006

www.reliwa.de

mgs 28. Dez 2005

Nein, nein, das ist schon richtig. Der Ausblick auf das Web 2006, nach der...



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