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Wissenschaftler gegen neues Breitband-Monopol

WAR: VDSL sollte erst recht reguliert werden. Der Wissenschaftliche Arbeitskreis für Regulierungsfragen sieht ein mögliches neues Monopol für die Telekom im Breitbandbereich kritisch. Die Telekom will in ausgewählten Ballungsräumen per VDSL Internetzugänge mit 50 MBit/s anbieten, drängt aber darauf, dieses Netz zunächst allein nutzen zu können.
/ Jens Ihlenfeld
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In einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) vom 14. Dezember 2005 bezieht der Wissenschaftliche Arbeitskreis für Regulierungsfragen, der die Bundesnetzagentur berät, Position. Der geplante Ausbau sei grundsätzlich geeignet, in den Ballungsräumen neue Möglichkeiten der Breitbandnutzung zu erschließen. Allerdings handle es sich bei der Verlängerung der geplanten Glasfaser-Strecken mit VDSL nicht um eine grundlegende Netzinnovation, sondern um eine graduelle Evolution eines bestehenden Netzes, so die Wissenschaftler.

Auch fehle bislang der Nachweis, dass es sich dabei um einen neuen Markt handle, womit das Angebot aus der bestehenden Regulierung herausfallen würde. Das geplante VDSL-Angebot biete lediglich die doppelte Bandbreite von ADSL2+.

Die Wissenschaftler kritisieren zudem, dass es in Deutschland derzeit keinen Wettbewerb zwischen verschiedenen Infrastrukturen für Breitbandzugänge gibt. Lediglich die TV-Kabelnetze seien eine potenzielle Alternative, der Ausbau beginne hier aber erst. Auch Funktechniken wie WiMAX seien eher punktuelle Alternativen, nicht aber in der Breite.

Eine Regulierung der Telekom sei vor diesem Hintergrund eine zwingende Voraussetzung für die Entstehung und Weiterentwicklung von Wettbewerb. Dies gelte erst recht für die geplanten Glasfaserstrecken. Die Absprachen im Koalitionsvertrag von CDU und SPD, der eine Herausnahme des Glasfasernetzes aus der Regulierung vorsieht, halten die Wissenschaftler für einen falschen Weg.


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