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GStreamer soll DRM unterstützen

Suns Opera-DRM-System könnte implementiert werden. Das Streaming-Media-Framework GStreamer soll in künftigen Versionen auch Digital Rights Management (DRM) unterstützen. Vermutlich wird dabei Suns Open-Source-DRM "Opera" implementiert werden, allerdings sollen auch Closed-Source-Module für Formate wie Windows Media verwendet werden können.
/ Julius Stiebert
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GStreamer ist eine Streaming-Bibliothek, die in vielen Anwendungen, wie beispielsweise Totem oder amaroK, verwendet wird. In seinem Weblog(öffnet im neuen Fenster) gab Fluendo(öffnet im neuen Fenster) -Geschäftsführer Christian Schaller nun bekannt, dass seine Firma an der Implementierung eines DRM-Systems arbeite.

Unter Umständen könnte Suns Opera-System(öffnet im neuen Fenster) verwendet werden, da auch dieses freie Software ist. Allerdings sollen in jedem Fall auch Closed-Source-Module erlaubt werden, damit Dateien mit Windows-Media-DRM oder Fairplay abgespielt werden können.

Die GStreamer-Entwickler mögen DRM genauso wenig wie alle anderen, so Schaller. Das Problem sei jedoch, dass GStreamer und Linux durch die fehlende DRM-Unterstützung teilweise Türen verschlossen blieben und Anwender dann auf Windows setzen würden. Das DRM-System solle jedoch so implementiert werden, dass es die derzeitige GStreamer-Arbeitsweise nicht störe.

So wird die DRM-Unterstützung in GStreamer vermutlich als Modul eingebunden, so dass auch Linux-Distributoren das DRM-System aus ihren Paketen entfernen können. Fraglich ist zudem, ob eine legale Unterstützung für Closed-Source-Formate überhaupt integriert werden kann, da unter Umständen durch einen modifizierten Kernel die Streams mitgeschnitten und damit von ihrem Kopierschutz befreit werden könnten. Ab welcher GStreamer-Version DRM integriert werden soll, gab Schaller noch nicht bekannt.


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