Abo
  • Services:

Sammelklage gegen Wikipedia in Vorbereitung?

Wikimedia Foundation soll für falsche Artikel zur Verantwortung gezogen werden

Unter WikipediaClassAction.org wird derzeit eine Sammelklage gegen die Wikimedia Foundation, die hinter der freien Enzyklopädie Wikipedia steht, vorbereitet.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Das Problem sei, dass sich weder die Wikimedia Foundation noch die freiwilligen Autoren für den Inhalt der Wikipedia verantwortlich sehen, schreiben die Initiatoren auf WikipediaClassAction.org. Derzeit werden Beschwerden von allen gesammelt, die meinen, durch vermeintlich fehlerhafte Beiträge Schaden genommen zu haben.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

So sollen die bestehenden Fehler in der Wikipedia aufgedeckt und die Wikimedia Foundation durch rechtliche Schritte dazu gezwungen werden, zu verhindern, dass jeder Beiträge im freien Lexikon ändern darf. Vielmehr müssten alle Änderungen erst überprüft werden. Auch sollen eventuell entstandene finanzielle Schäden ausgeglichen werden. Darüber hinaus soll die Klage zu einem Präzedenzfall werden, damit auch ähnliche Webseiten für ihren Inhalt verantwortlich gemacht werden können.

Damit steht die Aktion dem Grundgedanken der freien Enzyklopädie im Speziellen und dem Wiki-Prinzip im Allgemeinen entgegen. Dieser sieht gerade eine Beteiligung aller am Lexikon vor, um so die Qualität durch gegenseitige Kontrolle (Vier-Augen-Prinzip) zu verbessern. Dürften Nutzer nun nicht mehr eigenständig Änderungen durchführen oder müsste beispielsweise eine Redaktion jede Änderung überprüfen, wäre der Versuch, ein freies Lexikons in Gemeinschaftsarbeit zu schaffen, wohl zum Scheitern verurteilt.

WikipediaClassAction.org gibt Betroffenen die Möglichkeit, sich mit den Initiatoren der Aktion über die auf der Webseite angegebenen Kontaktdaten in Verbindung zu setzen. Findet man selbst Fehler oder vermeintliche Verleumdungen, so soll man die Betroffenen darauf aufmerksam machen, so dass diese sich an der Sammelklage beteiligen können, anstatt die Fehler selbst zu ändern.

Aktueller Anlass könnte der Fall Seigenthaler sein: Ein anonymer Nutzer veröffentlichte eine Biografie des US-Journalisten und Beraters von Robert F. Kennedy, in der behauptet wurde, Seigenthaler habe möglicherweise Robert F. Kennedy und evtl. auch John F. Kennedy ermordet. Der falsche Artikel war mehrere Monate online und erst Seigenthaler selbst entdeckte den Fehler. Mittlerweile wurde der Autor des falschen Artikels ermittelt, er entschuldigte sich bei Seigenthaler und erklärte, dass es sich um einen Scherz gehandelt habe.

Zuletzt durften anonyme Autoren daher keine neuen Artikel mehr in der englischen Ausgabe der Wikipedia verfassen.

Nachtrag vom 13. Dezmeber 2005, 15:20 Uhr:
Der Wikipedia-Artikel QuakeAID bringt WikipediaClassAction.org mit der Organisation QuakeAID in Verbindung.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

OscarWild 19. Jan 2006

Ich rekapituliere das gerade für mich: Mal unabhängig vom tieferen Sinn und Zweck von...

Thunderkiss 21. Dez 2005

Ich muss dir da ausnahmslos recht geben. Sind wird nicht alle mündige Bürger, die sich...

Wikiprawda.de 16. Dez 2005

bestimmt immernoch unser NPOV.

Abuser 15. Dez 2005

Tja, was soll man da nur sagen...Alles Gute was der Mensch bisher erschaffen hat wurde...

Yorick 14. Dez 2005

http://www.nature.com/news/2005/051212/full/438900a.html


Folgen Sie uns
       


Asus ROG Phone - Fazit

Asus' Gaming-Smartphone ROG Phone zeichnet sich durch eine gute Hardware und vor allem reichlich Zubehör aus. Wie Golem.de im Test herausfinden konnte, sind aber nicht alle Zubehörteile wirklich sinnvoll.

Asus ROG Phone - Fazit Video aufrufen
C64-WLAN-Modem ausprobiert: Mit dem C64 ins Netz
C64-WLAN-Modem ausprobiert
Mit dem C64 ins Netz

WLAN am C64 per Steckmodul - klingt simpel und nach einer interessanten Spielerei. Wir haben unseren 8-Bit-Commodore ins Netz gebracht und dabei geschafft, woran wir in den frühen 90ern gescheitert sind: ein Bulletin-Board zu besuchen.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. Klassiker Internet Archive bietet Tausende spielbare C64-Games

Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  2. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor
  3. Turing-Grafikkarte Nvidia plant Geforce RTX 2060

Hackerangriff auf Politiker: Youtuber soll hinter Datenleak stecken
Hackerangriff auf Politiker
Youtuber soll hinter Datenleak stecken

Wer steckt hinter dem Leak persönlicher Daten von Politikern und Promis? Die aufwendige Aufbereitung der Daten lässt eine Nutzung für politische Kampagnen vermuten. Doch ein Youtuber soll dahinter stecken, der lediglich Aufmerksamkeit wollte.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  2. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen
  3. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest

    •  /