Linus Torvalds: Nutzt KDE!

Diskussion auf der GNOME-Mailingliste

Linus Torvalds hat auf der Usability-Mailingliste des GNOME-Projektes dazu geraten, KDE anstatt GNOME zu nutzen. Die GNOME-Entwickler machten zu viele Entscheidungen von der Oberfläche abhängig, so dass sogar Funktionen wieder entfernt würden, nur weil sie eventuell Nutzer verwirren könnten.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Auslöser für Torvalds Statement war eine E-Mail von Linuxprinting.org-Projektleiter Till Kamppeter, in der er Kritik am GNOME-Druckdialog übt. Dieser biete beispielsweise nicht alle Funktionen eines Druckers zur Auswahl an, obwohl diese aus der passenden Postscript-Printer-Description-Datei ausgelesen werden können. Auch die Nutzung bestimmter CUPS-Funktionen lasse der Dialog nicht zu.

Stellenmarkt
  1. Entwickler (m/w/d) für den Bereich SAP Business Warehouse
    HEK - Hanseatische Krankenkasse, Hamburg
  2. Projektmanager (m/w/d) Logistik eCommerce
    Lidl Digital, Neckarsulm
Detailsuche

In einer Diskussion mit Frederic Crozat, GNOME-Entwickler und wie Kamppeter bei Mandriva angestellt, kam heraus, dass die Optionen zwar ausgelesen werden könnten, das GNOME-Usability-Team aber dagegen gewesen sei. Zu viele Optionen würden die Nutzer nur verwirren.

Daraufhin äußerte sich Torvalds in einer ersten E-Mail, in der es heißt "Ich persönlich ermuntere die Leute, KDE zu nutzen". Die Mentalität des GNOME-Projektes, dass alle Nutzer Idioten seien, die sich von Funktionen verwirren ließen, sei eine "Krankheit".

Jeff Waugh von GNOME stellt allerdings klar, dass das GNOME-Projekt Software für unerfahrene Nutzer entwickle, diese aber nicht als dumm betrachte.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12./13.12.2022, virtuell
  2. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Torvalds hingegen fuhr mit seiner Kritik an GNOME fort. In seiner Antwort auf Waughs E-Mail schreibt er, dass GNOME teilweise sogar Funktionen wieder entferne, da diese die Nutzer überfordern könnten. Kein anderes Open-Source-Projekt würde so arbeiten. GNOME würde von Oberflächen-Fanatikern entwickelt, die Funktionen nicht abweisen würden, weil es zu schwer sei, diese zu realisieren, sondern weil sie Nutzer verwirren würden.

Das Beispiel des Druckdialoges sei keine Ausnahme, sondern die Regel. Torvalds selbst nutze GNOME nicht, da jeder andere Window-Manager leistungsfähiger sei und mehr Einstellungen biete.

Ximian-Mitbegründer Nat Friedman, der heute bei Novell arbeitet, griff mit einer E-Mail schlichtend ein: Linux auf dem Desktop sei eben noch in der Phase, in der jeder sein Gift selbst wählen müsse. Usability sei wichtig, aber tatsächlich seien einige GNOME-Entwickler selbst ernannte Kontroll-Freaks, die Software verkrüppeln, indem Funktionen entfernt würden.

Andererseits gebe es aber auch KDE-Nutzer, die noch jede neue Checkbox in ihr Herz schließen würden, was durch zu viele Auswahlmöglichkeiten zu Fehlern führe. Entsprechende Diskussionen würden zu nichts führen, vielmehr müsse Linux erwachsen werden, um eine Chance auf dem Desktop zu haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


posix 06. Dez 2011

Irgendwie unlogisch: Ressourcenfresser? Wozu sollte man die Leistung des PCs nicht voll...

Kompottkin 13. Jan 2006

Hallo, Weil sie den Anwender von seinem eigentlichen Ziel ablenkt. Du verkennst bei...

marolu 24. Dez 2005

letztlich entscheided sich das doch, in welcher IT-umgebung der desktop eingesetzt wird...

Zitronensorbet 15. Dez 2005

Nur der Erfolg eines Produktes ist maßgebend.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
El-Ali-Meteorit
Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

In einer Probe aus einem in Somalia niedergegangenen Meteoriten wurden zwei Mineralien entdeckt, die auf der Erde so bisher nicht gefunden wurden.

El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten
Artikel
  1. 1.000 kWh: Elektrischer Autotransporter von Designwerk und Kässbohrer
    1.000 kWh
    Elektrischer Autotransporter von Designwerk und Kässbohrer

    Designwerk liefert in Kooperation mit Kässbohrer ab 2023 einen Autotransporter mit Elektroantrieb für den internationalen Markt aus.

  2. Kraftfahrt-Bundesamt: Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung
    Kraftfahrt-Bundesamt
    Elektrischer Corsa sollte zur Abgasuntersuchung

    Das Kraftfahrt-Bundesamt ruft den Opel Corsa samt der Elektro-Variante zurück, weil ein Softwarefehler im Auto eine Messung verhindert.

  3. Recruiting: Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden
    Recruiting
    Personalauswahl mit KI kann Unternehmen schaden

    Software ist objektiv und kennt keine Vorurteile, das macht Künstliche Intelligenz interessant für die Personalauswahl. Ist KI also besser als Personaler? Die Bewerber sind skeptisch und die Wissenschaft liefert keinen Beweis dafür.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Tiefstpreise: Crucial SSD 4TB 319€, Palit RTX 4080 1.499€, HTC Vive Pro 2 659€ • Alternate: Team Group SSD 512GB 29,99€, AOC Curved 27" 240 Hz 199,90€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ [Werbung]
    •  /