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Nvidia: GeForce-7-Familie erhält bald Zuwachs

G7x-Nachfolger G80 mit Unified Shader Model und Shader 4.0 ebenfalls 2006. Der Grafikchip-Hersteller Nvidia hat im Rahmen einer Technologie-Konferenz der Credit Suisse First Boston (CSFB) einen Ausblick auf neue Nvidia-Grafikchips gegeben. Für das erste Halbjahr 2006 stehen neue Chips der GeForce-7-Serie ins Haus – und auch die nachfolgende Grafikchip-Architektur soll in diesem Zeitraum vorgestellt werden.
/ Christian Klaß
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Im ersten Quartal 2006 will Nvidia seine Serie an GeForce-7-Chips durch Low-End- (G72) bzw. Mid-Range-Chips erweitern, die in 90 nm gefertigt werden. Für das zweite Quartal 2006 ist dann noch eine Auffrischung des in 110 nm gefertigten G70 geplant: Der auf 90 nm geschrumpfte G70 mit dem Codenamen G71 soll deutlich höhere Taktraten erzielen.

In dem aus einem Audiomitschnitt(öffnet im neuen Fenster) (nur bis 2. März 2006 archiviert) der Konferenz entfernten Frage-und-Antwort-Teil sprach Nvidia laut der asiatischen Hardware-Website HKEPC(öffnet im neuen Fenster) von bis zu 750 MHz Chiptakt beim G71, was eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem G70 (550 MHz beim GeForce 7800 GTX 512) verspricht. Der Low-End-Grafikchip G72 soll über Turbocache und ein 64-Bit-Speicher-Interface verfügen, der G73 wird voraussichtlich die GeForce-6600er- und 6800er-Serie ablösen.

Auch den G70-Nachfolger stellte Nvidia für das erste Halbjahr 2006 in Aussicht, eine komplett neue Architektur soll für mehr Leistung sorgen. Der G80 getaufte Chip wird sich komplett von der GeForce-7-Architektur unterscheiden – es wird Nvidias erster Grafikchip, bei dem es keine Trennung von Pixel- und Vertex-Shadern mehr gibt, ähnlich wie es bei ATIs Xbox-360-Grafikchip der Fall ist, der ebenfalls eine Unified-Shader-Architektur aufweist. Der von Nvidia entwickelte PlayStation-3-Chip basiert noch auf einer mit dem GeForce 7 verwandten Architektur.

Der G80 soll auf Windows Vista ausgelegt sein, das DirectX 10 mit sich bringt und damit auch Shader-4.0-Effekte unterstützen. Treiber für Windows XP und DirectX 9/Shader Model 3.0 wird es aber dennoch geben, so Nvidia gegenüber Golem.de. Die G80-Architektur soll etwa Mitte 2006 vorgestellt werden, erste G80-Karten erwartet Nvidia Deutschland spätestens für den Herbst 2006. Die G80-Entwicklung soll bisher im Zeitplan liegen, zitiert HKEPC Nvidia.

Unabhängig vom G80 geht Nvidia davon aus, dass die GeForce-7-Serie noch ein bis anderthalb Jahre bleiben wird und dass 2006 generell das große Jahr für SLI im Workstation-Bereich werden wird. Unbestätigten Gerüchten zufolge werden auch Besitzer von AGP-Systemen im nächsten Jahr nicht leer ausgehen. Nvidia selbst sprach in der Konferenz davon, dass der AGP-Marktanteil mittlerweile bei unter 50 Prozent liegt, schätzungsweise bei 30 Prozent. Dennoch ist die Basis groß genug, um auch hier noch genügend Aufrüstungswilligen Grafikkarten verkaufen zu können.


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