DCC Common Core 3 veröffentlicht
Die DCC will den weltweiten Einsatz von Debian in Unternehmen forcieren, die Kompatibilität zwischen der wachsenden Community von Debian-Derivaten verbessern und zusammen mit dem Debian-Projekt die Distribution besser für den kommerziellen Einsatz rüsten. Dazu zählen auch feste Release-Zyklen und die Unterstützung des Linux Standard Base (LSB).
Bei DCC handelt es sich jedoch nicht um eine komplette Linux-Distribution, sondern vielmehr um eine Zusammenstellung essenzieller Pakete aus Debian. Diese wurden von den beteiligten Entwicklern so erweitert, dass die LSB 3.0 unterstützt wird. Dadurch soll Debian eine weite Akzeptanz erreichen und man möchte kommerzielle Unterstützung anbieten, die gerade Firmen wichtig ist.
Da DCC 3.0 keine komplette Distribution ist, kann sie auch nicht direkt installiert werden. Stattdessen installiert man eine Distribution von den DCC-Alliance-Mitgliedern und muss diese zurzeit noch selbst mit DCC 3.0 erweitern. Die DCC Alliance garantiert, dass Software auf all diesen Distributionen läuft und bietet eine Zertifizierung für Software- und Hardware-Hersteller an, die sich auf alle DCC-Distributionen bezieht.
DCC 3.0 soll nach und nach auch direkt in die Distributionen der an der DCC Alliance beteiligten Projekte und Firmen integriert werden, die gewählten Zeitpunkte variieren jedoch.
Daher bietet die DCC Alliance eine Referenz-Implementierung (DCCRI) an, bei der es sich um ein kleines Debian-System inklusive X.Org handelt. Hotplug und automatische Hardware-Erkennung sollen ebenfalls unterstützt werden.
DCC 3.0 unterstützt die Architekturen IA-32, IA-64, AMD64 sowie EM64T und umfasst 237 Pakete bzw. 239 für die 64-Bit-Architekturen. 200 Pakete wurden unverändert aus Debian GNU/Linux 3.1 übernommen, die restlichen 37 umfassen X.Org und sorgen für die LSB-3.0-Konformität.
DCC 3.0 und die DCCRI können ab sofort heruntergeladen(öffnet im neuen Fenster) werden.



