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OpenVZ - Neue Virtualisierungstechnik unter Linux

Lösung erlaubt die dynamische Verteilung von Ressourcen. Mit OpenVZ lassen sich unter Linux so genannte Virtual Private Server (VPS) einrichten. Jeder VPS soll sich wie ein einzelner Server verhalten und vorhandene Ressourcen optimal verwalten können. Auf einem Rechner mit 4 GByte RAM sollen so problemlos 400 virtuelle Server betrieben werden können, versprechen die Entwickler, die jetzt eine erste, stabile Version veröffentlichten.
/ Julius Stiebert
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OpenVZ ist eine Virtualisierungstechnik für den Linux-Kernel, die nach Angaben der Entwickler als logischer Schritt der Kernel-Evolution betrachtet werden kann: Nach Multiuser- und Multitasking-Fähigkeit komme mit OpenVZ eine Funktion, um mehrere Arbeitsumgebungen zu nutzen.

Die Open-Source-Technik ist ein Teil der kommerziellen Virtualisierungslösung Virtuozzo(öffnet im neuen Fenster) von SWsoft und nutzt im Gegensatz zu ähnlichen Lösungen nur einen Kernel für alle virtuellen Umgebungen. Nach Angaben der Entwickler soll dies zu einer weitaus höheren Leistung führen.

Für den Benutzer erscheinen alle virtuellen Server wie einzelne Systeme, da sie alle einen eigenen Verzeichnisbaum und eigene Prozesse haben. Bei Bedarf kann OpenVZ darüber hinaus Zugriff auf die vorhandene Hardware gewähren, um beispielsweise die serielle Schnittstelle zu nutzen. Ebenso ist der Zugriff auf die echten Netzwerkschnittstellen möglich, wobei OpenVZ diese auch simulieren kann, so dass jede Umgebung eine eigene IP-Adresse erhält.

Die Ressourcen-Verwaltung ist so angelegt, dass jeder virtuellen Umgebung genügend Speicher und CPU-Zeit zur Verfügung steht. Außerdem beschränkt OpenVZ mit Quotas den Speicherplatz, den ein VPS auf der Festplatte belegen darf. Zudem lassen sich innerhalb des VPS normale Quotas für Nutzer oder Gruppen definieren. Durch die Ressourcen-Verwaltung soll sich OpenVZ von ähnlichen Lösungen wie Linux VServer oder den FreeBSD Jails unterscheiden, da sich bei OpenVZ durch klar festgelegte Berechtigungen keine Ressourcen außerhalb des VPS für Denial-of-Service-Angriffe missbrauchen lassen.

Letztlich kann OpenVZ für nahezu dieselben Aufgaben wie User Mode Linux, Xen, QEmu oder VMware eingesetzt werden, wobei es ein paar Unterschiede gibt. So unterstützt OpenVZ ausschließlich Linux, andere Betriebssysteme können auch als Gäste nicht genutzt werden. Dafür sollen die Leistungseinbußen nur sehr geringfügig ausfallen und die Ressourcen-Ausnutzung wesentlich besser sein. Selbst speicherkritische Anwendungen sollen auf Grund der effizienten Verteilung ohne Probleme in einer virtuellen Umgebung laufen, versprechen die Entwickler.

Im Unterschied zu anderen Techniken müssen bei OpenVZ die vorhandenen Ressourcen nicht im Vorfeld verteilt werden, sondern können dynamisch zugewiesen werden.

Derzeit funktioniert OpenVZ nur mit Kernel 2.6.8, wobei die Entwickler nach eigenen Angaben Sicherheitslücken in diesem Kernel selbst gestopft haben, er sich aber als weitaus stabiler erwiesen habe als neuere Versionen.

Der Kernel und die notwendigen Werkzeuge stehen ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. OpenVZ unterstützt die Hardware-Plattformen x86 sowie x86_64 und dieselbe Hardware(öffnet im neuen Fenster) wie Red Hat Enterprise Linux 4. Da der OpenVZ-Kernel auf dem Linux-Kernel basiert, unterliegt er den Bestimmungen der GPL, die Userlevel-Werkzeuge sind unter der QPL lizenziert.


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