Fujitsu: Kohlenstoff-Nanoröhren sollen Chips kühlen
Details der Technik will Fujitsu in dieser Woche auf dem IEEE International Electron Devices Meeting (IEDM) in Washington präsentieren. Ziel ist es, die thermischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhren zu nutzen, um Chips mit höheren Frequenzen und Verstärkern z.B. für Mobilfunk-Basisstationen herstellen zu können.
Dabei werden mit einem Eisen-Katalysator Kohlenstoff-Nanoröhren mit einer Länge von rund 15 Millimetern auf dem Wafer-Substrat gezüchtet. Diese werden anschließend mit einem "Flip-Chip" verbunden.
Diese Nanoröhren sollen die Hitze letztendlich rund viermal besser abführen als Metall, da sich die Nanoröhren sehr nah an den hitzeerzeugenden Miniatur-Elektroden anbringen lassen. Fujitsu spricht davon, so Chips erzeugen zu können, die eine Verstärkung um den Faktor zwei bei Frequenzen von 5 GHz erlauben.
Nun soll die Technik weiter verfeinert werden, um deren Eigenschaften noch besser ausnutzen zu können. In rund drei Jahren will Fujitus die Technik in Mobilfunk-Basisstationen zum Einsatz bringen.