ICANN vertagt Entscheidung über .com-Verwaltung

Keine ICANN-Sitzung mehr im Jahr 2005

Die ICANN hat auf der Sitzung vom 30. November 2005 keinen Beschluss über die weitere Verwaltung von Domains mit der Endung .com getroffen und die Entscheidung vertagt. Da in diesem Jahr keine weitere ICANN-Sitzung mehr ansteht, wird die künftige Verwaltung von .com-Adressen nun erst im kommenden Jahr entschieden.

Artikel veröffentlicht am ,

Stein des Anstoßes ist eine außergerichtliche Einigung zwischen ICANN und VeriSign im Streit um VeriSign SiteFinder, mit der zugleich auch vereinbart wurde, dass VeriSign bis 2012 die Verwaltung der Top-Level-Domain ".com" behalten soll.

Mehr als 30 Registrare - darunter Schlund + Partner - hatten auf der ICANN-Sitzung im kanadischen Vancouver gegen den Vertragsentwurf protestiert. Registrare befürchten eine permanente Monopolisierung aller .com-Domains durch VeriSign, wozu auch die Möglichkeit gehört, die Preise regelmäßig zu erhöhen.

Zu den Unterzeichnern eines Memorandums gegen den Vertrag zählten neben Schlund + Partner Unternehmen wie Network Solutions, GoDaddy und Tucows. Dem Protest hatten sich in Vancouver die meisten anderen Interessengruppen bei ICANN angeschlossen - mit Ausnahme der Registrierungsstellen, zu denen VeriSign zählt.

"Der Aufschub ist ein Etappensieg für die Internet-Gemeinschaft, allerdings keine endgültige Lösung des Problems mit dem .com-Vertrag", erläutert Eric Schätzlein von Schlund + Partner. "Wenn ICANN jetzt angeblich auf eine offene Diskussion setzt, erscheint mir das angesichts der Vorgeschichte als hohle Phrasendrescherei."

In dieser Woche hatte die World Association of Domain Name Developers (WADND) die ICANN sowie deren Vertragspartner Verisign verklagt. Die Vorwürfe reichen von Kartellvergehen über Konspiration und Monopolisierung bis hin zu illegaler Preisfestsetzung von .com-Domains.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ungewöhnlicher Kundenservice
Wie ich meine neuen Kopfhörer mit dem Hammer zerschlug

Normalerweise muss man sich in einem Garantiefall nicht dabei filmen, wie man das defekte Produkt zerstört. Ich schon - nur so bekam ich einen Ersatz für meinen Kopfhörer.
Ein Erfahrungsbericht von Tobias Költzsch

Ungewöhnlicher Kundenservice: Wie ich meine neuen Kopfhörer mit dem Hammer zerschlug
Artikel
  1. Deutschland auf Platz 3: Millionen von SSH-Servern anfällig für Terrapin-Angriff
    Deutschland auf Platz 3
    Millionen von SSH-Servern anfällig für Terrapin-Angriff

    Allein in Deutschland gibt es mehr als eine Million über das Internet erreichbare SSH-Server, die nicht gegen Terrapin gepatcht sind.

  2. Festnetz- und Mobilfunk: Telefónica beginnt Massenentlassungen in Spanien
    Festnetz- und Mobilfunk
    Telefónica beginnt Massenentlassungen in Spanien

    Von 16.500 Arbeitsplätzen beim Telefónica-Mutterkonzern soll rund ein Fünftel verschwinden. Der Stellenabbau betrifft vor allem Ältere.

  3. Streamer: Twitch verbietet vorgetäuschte Nacktheit
    Streamer
    Twitch verbietet vorgetäuschte Nacktheit

    Schwarze Balken über der scheinbar nackten Brust? Nicht erlaubt! Selbst wenn Unterwäsche hervorblitzt, verbietet Twitch solche Darstellungen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P3 Plus 4 TB + Acronis 194,83€ • MediaMarkt & Saturn: Gutscheinheft mit Rabattaktionen und 3 Games für 49€ • Alternate: Thermaltake-Produkte im Angebot • HP Victus 15.6" 144Hz (i5-13420H, 16 GB, RTX 3050) 777€ • MindStar: Corsair Vengeance RGB 64 GB DDR5-6000 199€ [Werbung]
    •  /