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W3B: Weblogs sind ein überschätztes Phänomen

Blogs sind bekannt, werden aber kaum genutzt. Trotz der hohen Anzahl an Weblogs haben diese nur eine geringe Reichweite; die Anzahl der Nutzer, die Kommentare abgeben oder selbst ein Blog betreiben, ist noch geringer. Zu diesem Ergebnis kommt die 21. W3B-Studie, für die über 100.000 deutschsprachige Internetnutzer im Oktober und November 2005 befragt wurden. Blogs mit den Themenschwerpunkten Computer/Internet und Nachrichten werden dabei noch am häufigsten gelesen, so die Studie.
/ Julius Stiebert
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Die vom Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß durchgeführte Studie untersuchte die Bedeutung von Weblogs im deutschsprachigen Internet. Dabei sei der Bekanntheitsgrad von Blogs mit 75 Prozent sehr hoch, doch lediglich jeder fünfte Nutzer zähle zum Nutzerkreis, nur 4 Prozent besuchten regelmäßig Blogs, so die Studie. Damit liegt die Reichweite von Weblogs noch unter der von Webseiten zum Thema Beauty oder Wirtschaft.

Dabei lässt sich laut Studie allerdings ein klares Nutzerprofil erstellen: So sei der typische Weblog-Besucher unter 30 Jahre alt, noch in der Ausbildung oder selbstständig und zähle zu den Intensivnutzern des Internets.

Am häufigsten werden Weblogs mit dem Schwerpunkt Computer/Internet und Nachrichten gelesen, es folgen die Bereiche Politik und Unterhaltung/Freizeit. Weblogs in Tagebuchform hingegen würden nur von einer kleinen Zielgruppe gelesen, so die Studie weiter. Allerdings werden Computerbeiträge von 16 Prozent der Nutzer auch kommentiert, Tagebucheinträge immerhin von 10 Prozent, wohingegen andere Themen noch seltener zur Kommentarabgabe anregen. Die Mehrheit der Nutzer lese allerdings nur, ohne zu kommentieren.

12 Prozent der befragten Nutzer haben ein eigenes Weblog, davon aktualisiert allerdings nur jeder Dritte sein Blog einmal im Monat. Nur 2,1 Prozent veröffentlichen zumindest einmal pro Woche neue Beiträge, womit sich die Mehrheit der Blog-Betreiber selten um ihr Internetangebot kümmert.

Die 21. Befragungswelle der WWW-Benutzer-Analyse W3B fand vom 5. Oktober bis 9. November 2005 statt. Innerhalb des fünfwöchigen Erhebungszeitraumes wurden 100.460 deutschsprachige Internetnutzer von der Firma Fittkau & Maaß Consulting befragt, die in aller Regel über die Kooperation mit größeren Websites rekrutiert werden.


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