Abo
  • Services:

Xerox gibt Schwarz-Weiß-Dokumenten die Farbe zurück

... aber nur, wenn sie auf besondere Weise ausgedruckt wurden

Zwei Forscher haben einen Software-Algorithmus entwickelt, mit dem sich laut Xerox bestimmte Grautöne einem spezifischen Farbwert zuordnen lassen. Damit soll es möglich werden, kopierte oder gefaxte Schwarz-Weiß-Dokumente im Nachhinein wieder in der Farbe ihres Originals darzustellen - aber nur, wenn die Graustufen zuvor mittels spezieller Druckmuster zu Papier gebracht wurden.

Artikel veröffentlicht am ,

Jede Farbe eines Bildes wird beim Kopieren, Drucken oder Faxen auf einem Schwarz-Weiß-Gerät in Grauschattierungen umgewandelt. Dabei kann es vorkommen, dass zwei unterschiedliche Farben mit derselben Leuchtkraft oder der gleichen wahrgenommenen Helligkeit als ein einziger Grauwert dargestellt werden. Damit aber ist es nicht mehr möglich, die Information, die die Farbe enthielt, zu interpretieren.

Stellenmarkt
  1. ProLeiT AG, Leverkusen
  2. Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg

Die Technologie, welche die beiden Forscher entwickelt haben, basiert auf mathematischen Algorithmen, mit deren Hilfe spezifische Wellenmuster in die Grauschattierungen eingebunden werden. Jede Farbe wird dabei in eine mikroskopisch unterschiedliche Textur in den Grauanteilen eines Bildes umgewandelt. Die Texturen selbst sollen dabei so unverwechselbar sein, dass sich Regionen gleicher Leuchtkraft, aber unterschiedlicher Farbe zweifelsfrei unterscheiden lassen.

Wenn Farbe auf diese Weise in Texturen umgewandelt wird, so lassen sich die Strukturen später entschlüsseln und wieder in Farbe umwandeln, so Xerox in einer Mitteilung. Durch die besondere Art der Algorithmen könnten zudem die so kodierten Grauflächen jederzeit auch wieder einer bestimmten Chrominanz (Mischung aus Farbton und -sättigung) zugeordnet werden. Der Empfänger eines Schwarz-Weiß-Faxes soll damit die Farben des Originals wieder herstellen können.

Xerox zufolge könne nun derjenige Teil des Algorithmus, der die Farben kodiert, in die Software eines Schwarz-Weiß-Druckers integriert werden, um Farben in Grau-Texturen umzuwandeln. Der Entschlüsselungsalgorithmus wiederum ließe sich in den Scanner eines Multifunktionssystems einbauen, um so die ursprünglichen Farben des Dokuments für den Druck oder die Anzeige wieder herzustellen.

Die Xerox-Forscherin Karen M. Braun stellte ihre Entwicklung im Rahmen der Jahreskonferenz der Society for Imaging Science and Technology vor, die vom 7. bis 11. November 2005 in Scottsdale, im US-Bundesstaat Arizona, stattfand. Braun präsentierte die Technologie gemeinsam mit Ricardo L. deQueiroz von der Universidade de Brasilia in Brasilien. Xerox hat das Verfahren zum Patent angemeldet.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 21,99€
  2. 39,99€
  3. 36,99€
  4. 17,49€

elninjo 02. Dez 2005

Normal müssen alle Geräte mit der Technik arbeiten. Schon ein Billig-Scanner wie beim...

Krille 02. Dez 2005

Gilt also nur für neue Drucke - und wie soll das dann gefaxt werden bei 200 DpI ?? Da...

soso 01. Dez 2005

Godot für dem C64 war AFAIK das erste Programm das so eine Zuordnung machte hat sich aber...

IT_Professional 01. Dez 2005

Scheint mir nicht so: "nmK wird bei neueren kolorierungen nur einmal eine zuordnung...

lexip 01. Dez 2005

Malen nach Zahlen. *SCNR* Gruß, lexip


Folgen Sie uns
       


Intel NUC8 - Test

Winzig und kraftvoll: der NUC8 alias Hades Canyon.

Intel NUC8 - Test Video aufrufen
Facebook-Anhörung: Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle
Facebook-Anhörung
Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

In einer mehrstündigen Anhörung vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen verteidigt. Doch des Öfteren hinterließ er den Eindruck, als wisse er selbst nicht genau, was er in den vergangenen Jahren da geschaffen hat.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Facebook Messenger Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
  2. Böswillige Akteure Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen
  3. DSGVO Zuckerberg will EU-Datenschutz nicht weltweit anwenden

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  2. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden
  3. Materialforschung Stanen - ein neues Wundermaterial?

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

    •  /