Videgor: VDR wird Peer-to-Peer-fähig

Versäumte Sendungen können nachträglich kopiert werden

Mit Videgor stehen drei Plug-ins für den digitalen Videorekorder VDR zur Verfügung, die diesen um eine Peer-to-Peer-Fähigkeit erweitern. Somit können unter Umständen bereits ausgestrahlte Sendungen über das IGOR getaufte Peer-to-Peer-Netz auf den eigenen VDR kopiert werden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Videgor wurde im Rahmen der Forschungsgruppe Dr. Fuhrmann an der Universität Karlsruhe entwickelt. Der "Video Disk Recorder" (VDR) von Klaus Schmidinger verwandelt Linux-PCs in Videorekorder mit Timeshift-Funktion. Videgor erweitert diesen zu einem verteilten Videorekorder, indem teilnehmende Geräte zum Peer-to-Peer-Netz IGOR verbunden werden.

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Sofern genügend Computer an diesem Netzwerk teilnehmen, sollen sich im Idealfall auch bereits ausgestrahlte Sendungen programmieren lassen. Diese werden dann von einem anderen VDR übertragen, der die gewünschte Sendung aufgezeichnet hat - was natürlich entsprechende Bandbreiten voraussetzt.

Insgesamt setzt sich Videgor aus drei einzelnen Plug-ins zusammen: Dvdrvidtrans ist für den Transfer zwischen den VDRs zuständig, während dvdrepg Informationen der elektronischen Programmzeitschrift EPG zwischen den Computern austauscht. Dvdrsched letztlich koordiniert die Timer unterschiedlicher VDRs.

Zur rechtlichen Situation machen die Forscher der Universität Karlsruhe auf ihrer Webseite allerdings keine Angaben, schließlich könnte man argumentieren, dass bei Videgor urheberrechtlich geschütztes Material in Umlauf gebracht wird.

Die drei Plug-ins können ab sofort heruntergeladen werden. IGOR, das Peer-to-Peer-Netz, das die Verbindung der einzelnen Knoten herstellt, steht allerdings noch nicht zum Download bereit.

Teile des Projekts wurden von der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.

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