Apple: Hinweise für einen frühen Wechsel zu Intel
Ursprünglich kündigteApple an, am 6. Juni 2006 den ersten Mac vorstellen zu wollen, der auf einem Intel-Prozessor basiert. Offenbar kommt Apple jedoch mit den Vorbereitungen für den Umstieg besser voran als geplant und will bereits im Januar 2006 auf der Macworld Expo die ersten Intel-Macs vorstellen. Bereits Mitte November 2005 hatte Think Secret berichtet – ohne dass dies von Apple bestätigt wäre -, dass das iBook als erster Rechner auf Intel-CPUs setzen wird und auf der Macworld Expo vorgestellt werden soll. Die Quellen von Think Secret sollen dieselben sein, die damals der Gerüchteseite Informationen über den Mac mini und den Photo iPod vor deren Vorstellung zuspielten.
Neben den Informationen zu den iBooks setzt die Gerüchteseite noch einen drauf: Der Mac mini soll ebenfalls auf die Intel-CPU umgestellt werden(öffnet im neuen Fenster) – ein Jahr nach seiner Vorstellung. Apple belässt es jedoch nicht nur bei dem Prozessorwechsel. So soll der Rechner einen iPod-Dock bekommen – über eine auf dem Mainboard der jetzigen Mac minis vorhandene Schnittstelle wurde schon vorher spekuliert – und zum Wohnzimmer-Rechner aufgewertet werden. Dazu passend will die Firma aus Cupertino die Media-Center-Software Front Row 2.0 und eine Videorekorder-Software vorstellen.
Weiter heißt es bei Think Secret, dass Apple möglicherweise die 2,5-Zoll-Festplatte des Mac mini durch ein normales 3,5-Zoll-Laufwerk austauschen will, um zum einen die Geschwindigkeit zu erhöhen und zum anderen dem Bedarf an Speicherplatz gerecht zu werden, den ein Media-Center-Rechner nunmal benötigt. Allerdings könnte das auch ein größeres Gehäuse bedeuten. Keine Details veröffentlicht Think Secret zum Grafikchip. Im derzeitigen Mac mini werkelt der recht betagte Radeon 9200, der die grafischen Fähigkeiten des Betriebsystems nicht vollständig umsetzen kann.
Auch andernorts(öffnet im neuen Fenster) kommen immer wieder neue Informationen zutage. In den neuen Intel-Builds von MacOS X soll die Emulationssoftware Rosetta weiter an Geschwindigkeit zugelegt haben. Auch den Multimedia-Befehlssatz AltiVec der PowerPC-Prozessoren soll Rosetta jetzt unterstützen. Anwendungen, die eine umfassende AltiVec-Unterstützung zwingend voraussetzen, sollen damit auch auf einem Intel-Prozessor laufen können. Zudem tauchen vermehrt Dokumente auf, die den Entwicklern nahe legen sollen, möglichst jetzt den Wechsel durchzuführen und die Programme als so genannte Universal Binaries zu kompilieren, die dann sowohl auf PowerPC- als auch auf Intel-Prozessoren nativ laufen können.
Man kann jedoch erwarten, dass die Intel-CPUs schnell genug sind, um auch über Rosetta emulierte Programme in annehmbarer Geschwindigkeit auszuführen. Apple selbst hat allem Anschein nach bereits dafür gesorgt, dass die eigenen Applikationen nativ auf dem Intel-Mac laufen werden.
Den Anzeichen zufolge wird Apple also als Erstes die Consumer-Rechner auf den neuesten Stand bringen: zum einen, um die professionelle Kundschaft nicht zu verärgern, die vielerorts noch mit PowerPC-Anwendungen arbeiten wird; mit dem kürzlich vorgestellten Power Mac G5 Quad unterstreicht Apple, dass auch weiterhin der PowerPC seine Bedeutung haben wird. Zum anderen, weil Anwender der Consumer-Geräte wohl am wenigsten von dem Wechsel merken werden, spezielle Anwendungen nutzt diese Kundschaft kaum und die eigenen Programme, wie etwa die iLife-Suite, wird Apple selbst rechtzeitig für die Intel-CPU übersetzen können.
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