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Registrare attackieren ICANN und VeriSign

Kritik in der ICANN und Klage durch die WADND

Die World Association of Domain Name Developers (WADND) verklagt die ICANN und auch deren Vertragspartner Verisign wegen Kartellvergehen, Konspiration, Monopolisierung und illegaler Preisfestsetzung im Hinblick auf .com- und .net-Domains und ist damit nicht allein. Auch innerhalb der ICANN regt sich Widerstand: Die Registrare befürchten eine permanente Monopolisierung aller .com- und .net-Domains durch VeriSign mit der Möglichkeit für das Unternehmen, die Preise regelmäßig zu erhöhen.

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Der Vertrag soll auf der ICANN-Sitzung im kanadischen Vancouver ab dem heutigen Mittwoch diskutiert werden. Eine Gruppe von rund 30 Registraren, darunter Schlund + Partner, wollen unabhängig von der Klage ihre Bedenken zu dem Vorgang innerhalb der ICANN vortragen.

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Stein des Anstoßes ist die außergerichtliche Einigung zwischen ICANN und VeriSign im Streit um VeriSign SiteFinder, mit der zugleich auch vereinbart wurde, dass VeriSign bis 2012 die Verwaltung der Top-Level-Domain ".com" behalten soll. Die Registrare fürchten einen großen Schaden für die Gemeinschaft der weltweiten Internetnutzer.

Kritisiert wird sowohl das Zustandekommen wie auch die Inhalte des Vertragsentwurfs. "Der vorliegende Entwurf würde VeriSign faktisch für immer das Recht geben, .com zu verwalten", kritisiert Eric Schätzlein von Schlund + Partner, der die Bedenken der Registrare auf der ICANN-Sitzung in Vancouver vortragen wird. "Das widerspricht einer der Kernaufgaben, die sowohl in ICANNs Satzung wie auch in einer Vereinbarung mit dem amerikanischen Handelsministerium festgeschrieben sind - nämlich der Förderung des Wettbewerbs."

Der Vertragsentwurf würde es VeriSign gestatten, die Gebühren für .com-Adressen jährlich ohne Begründung um sieben Prozent zu erhöhen, heißt es in einer Stellungnahme von Schlund + Partner. "Der noch bis November 2007 gültige Vertrag verlangt dagegen, dass die Preise für .com-Domains nur bei gestiegenen Kosten erhöht werden dürfen, außerdem muss VeriSign dies begründen - der neue Text wäre ein massiver Rückschritt", so Schätzlein. Letztlich müssten die Registrare und Webhoster Preiserhöhungen an ihre Kunden weitergeben. "Als sich VeriSign Anfang des Jahres erneut um die Verwaltung von .net beworben hat, haben sie interessanterweise massiv die Preise gesenkt", zeigt sich der Domain-Spezialist aus Karlsruhe verwundert.

Ein Memorandum gegen den Vertragsentwurf zur Verwaltung von .com haben mehr als 30 Registrare unterzeichnet. Sie fordern wesentliche Änderungen am vorliegenden Vertragsentwurf, eine umfassende Prüfung der Vertragsentwürfe durch den ICANN-Aufsichtsrat sowie eine öffentliche Anhörung, bei der - wie bislang bei ICANN üblich - die Gemeinschaft der Internetnutzer ausreichend Gelegenheit hat, Stellungnahmen abzugeben und Bedenken zu äußern.

Die WADND hat derweil Klage gegen ICANN und VeriSign eingereicht und wendet sich auf diesem Weg gegen die Verabredungen zwischen den beiden Organisationen. Gleiches gilt für die "Coalition for ICANN Transparency" (CFIT), die ebenfalls Klage gegen ICANN und VeriSign eingereicht hat.



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möp 30. Nov 2005

"...mit der zugleich auch vereinbart wurde, dass VerSign bis 2012 die Verwaltung der Top...


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