Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Studie warnt vor älter werdenden Tauschbörsen-Nutzern

Demografische Zeitbombe soll Musikindustrie bedrohen. Den Studienergebnissen von JupiterResearch zufolge droht der europäischen Musikindustrie eine demografische Zeitbombe, wenn die derzeit meist jugendlichen Tauschbösen-Nutzer erst einmal ins Erwachsenenalter kommen und ihre "kostenlos"-Attitüden nicht ändern. Dann würden erhebliche Umsatzeinbußen drohen, warnen die Studienautoren.
/ Andreas Donath
129 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die Studie mit dem Titel "European Music Consumer Survey, 2005" kommt zu dem Schluss, dass derzeit die Zahl derjenigen, die aus illegalen Quellen Musik herunterladen, die Zahl der zahlenden Kunden bei Shops wie Apples iTunes und Ähnlichen um den Faktor 3:1 übertreffen. Zehn Prozent der europäischen Konsumenten zeigten sich bereit, für Downloads zu zahlen.

In Europa würden insgesamt 15 Prozent der Bevölkerung Filesharing betreiben und nur 5 Prozent legal Musik online einkaufen. 34 Prozent der Europäer zwischen 15 und 24 Jahren sollen angeblich Tauschbörsen nutzen. Für sie wird die CD als Medium zunehmend irrelevant: Bei 46 Prozent unter den europäischen Jugendlichen, die angaben, Musik online zu konsumieren, betrachten 40 Prozent die Audio-CD nicht als preisgünstig und 43 Prozent geben an, lieber Musik-CDs zu kopieren als zu kaufen.

Wenn diese Nutzer älter werden, besteht die Gefahr, dass sie ihr Konsumverhalten nicht ändern – zum Nachteil der Musikindustrie, so Mark Mulligan, Analyst bei JupiterResearch.

Die Daten wurden in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Italien und Spanien im September 2005 ermittelt, wobei das Unternehmen leider nicht die Methodik angab.


Relevante Themen