Linspires DRM geknackt

Distributor verschlüsselt Debian-Pakete

Der Linux-Distributor Linspire nutzt ein eigenes Digital Rights Management (DRM), um sicherzustellen, dass über das CNR-Warehouse heruntergeladene Software nur auf Computern mit Linspire installiert werden kann. Doch dieses Format wurde nun entschlüsselt.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Auch wenn Linspire-Gründer Michael Robertson immer wieder die Vorteile von offenen Formaten anpreist, nutzt Linspire ein eigenes DRM. Dabei werden über das CNR-Warehouse (Click'n'Run) verschlüsselte Debian-Pakete angeboten, die dann die Dateiendung ".cnr" tragen. Diese lassen sich nur mit dem Linspire-Installer installieren, der über das Internet prüft, ob man zur Installation berechtigt ist - dies soll sowohl bei freier als auch bei kommerzieller Software der Fall sein.

Über die Webseite squggleos.org wird nun auf das Verhalten des Distributors aufmerksam gemacht. Der Anbieter der Seite ist überzeugt, dass der Einsatz des DRM-Systems unrechtmäßig sei, da Linspire die Weiterverbreitung von GPL-Software durch dieses Vorgehen verhindere. Er fordert daher dazu auf, sich per E-Mail bei Linspire zu beschweren. Zudem hat er das Format nach eigenen Angaben entschlüsselt und bietet auf seiner Seite ein Programm an, mit dem sich die verschlüsselten Pakete wieder in normale Debian-Pakete umwandeln und somit ohne den Linspire-Installer installieren lassen.

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