Verlage bauen Online-Redaktionen aus
Vor allem kleinere Redaktionen verzeichnen demnach ein starkes Personalwachstum. In keinem der befragten Unternehmen wurden Stellen gestrichen. Ziel des Ausbaus sei die weitere Steigerung der journalistischen Qualität und der Wunsch, den gewachsenen Nutzerbedürfnissen nach inhaltlicher Breite und Tiefe sowie multimedialen Angeboten nachzukommen.
Obwohl die Mehrzahl der Befragten davon ausgeht, dass Print- und Online-Redaktionen auch in Zukunft getrennt bleiben, habe sich die Zusammenarbeit in den vergangenen 18 Monaten intensiviert. Über 80 Prozent der Befragten gaben an, dass die Online-Redaktionen heute "etwas" oder "viel stärker integriert" arbeiten.
Fast 85 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Anforderungen an Online-Redakteure steigen, um die multimedialen und interaktiven Möglichkeiten im Online-Journalismus noch stärker als bisher auszuschöpfen.
Darüber hinaus steige die Bedeutung der Online-Nutzer als Lieferanten von Inhalten. In der Umfrage gaben alle Befragten an, dass sie so genannten "User Generated Content" wie Blogs künftig stärker ins eigene Angebot integrieren wollen. Auf Platz zwei der wichtigsten Online-Trends folgt die Erhöhung des Video-Anteils.
Bei der Umfrage unter Chefredakteuren und Geschäftsführern von 20 "Print-Websites" handelt es sich um eine Follow-up-Befragung zu einer explorativen Studie des VDZ und des Beratungsunternehmens OC&C Strategy Consultants aus dem Frühjahr 2004.
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