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OpenOffice.org: Brauchen kein neues Office-Dateiformat

Zwiespältige Reaktion auf Microsoft-Ankündigung. Das Projekt OpenOffice.org zeigt sich durch Microsofts Ankündigung, künftig auf ein offenes Dateiformat für seine Office-Applikationen zu setzen, bestätigt. Doch warum Microsoft dazu ein neues Format etablieren will, verstehen die Entwickler der freien Office-Suite nicht.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit dem unter anderem von OpenOffice.org eingesetzten Format "OpenDocument" existiere ein von der OASIS abgesegnetes Format, das von allen wichtigen IT-Unternehmen mitfinanziert wurde, auch Microsoft, heißt es in einer Presseerklärung des OpenOffice.org-Projekts. Microsoft ist zwar Mitglied in der OASIS, die sich um die Standardisierung von XML-Formaten für den geschäftlichen Einsatz kümmert, hat sich an der Entwicklung des Formats aber nicht beteiligt.

Das von der OASIS entwickelte Format OpenDocument wurde zudem am 30. September der International Standards Organisation (ISO) zur Ratifizierung vorgelegt. Dabei handle es sich um einen herstellerneutralen offenen Standard, frei von Ansprüchen Dritter, so dass das Format von jedem, auch von Open-Source-Entwicklern, genutzt werden könne, betont man von Seiten des OpenOffice.org-Projekts.

Microsoft hatte in der letzten Woche angekündigt, sein Dateiformat "Office Open XML" der Standardisierungsorganisation ECMA zu übergeben um es später bei der ISO einzureichen. Mit der Offenlegung der Dateiformate will Microsoft seinen Kunden die Gewissheit verschaffen, dass ihre Dokumente auch auf lange Sicht verarbeitet werden können. Ein Argument, das auch der US-Bundesstaat Massachusetts nutzt, um seinen Umstieg auf das von Sun initiierte OpenDocument-Format der OASIS zu begründen.

Etwas unklar scheint die Situation, wenn es um mögliche Patentansprüche in Bezug auf Microsofts Format geht. Kritik kam dabei unter anderem von Groklaw(öffnet im neuen Fenster).


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