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Weitere Hintertür beim iTAN-Verfahren der Postbank entdeckt

HBCI-Standard bei der Postbank weiterhin ohne iTan-Unterstützung. Schon einmal ist eine Lücke im neuen iTan-Verfahren der Postbank entdeckt worden, doch Mitarbeiter der c't haben nun noch eine weitere Methode gefunden, das Sicherheitsverfahren zu umgehen: Beim eigentlich sicheren HBCI-Überweisungsverfahren wird nämlich iTan bis dato gar nicht genutzt.
/ Ingo Pakalski
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Anders als die erste bekannte Sicherheitslücke, die die Arbeitsgruppe "Identitätsschutz im Internet (AI3)" der Ruhr-Universität Bochum (RUB) herausfand, ist bei der neuerlichen Schwachstelle gar kein Man-in-the-Middle-Angriff notwendig. Der Betrüger müsste wie gehabt seinem Opfer PIN und TAN entwenden, indem er mit den einschlägigen Phishing-Tricks arbeitet.

Die erbeuteten Nummernkombinationen müssen dann mit einer HBCI-fähigen Banking-Software und nicht wie sonst mit dem Onlinebanking-Webportal der Postbank zum Leerräumen des Kontos genutzt werden. Dies ist nur deshalb möglich, weil beim HBCI-Verfahren, das die Postbank einsetzt, nach Angaben der c't weder Kartenleser noch dazugehörige Chipkarte, sondern nur die Eingabe dieser beiden Zahlenkombinationen benötigt werden. Ausgerechnet das ansonsten sichere HBCI-Verfahren allerdings arbeitet nicht nach dem iTan-Verfahren, sondern wie gehabt mit einer beliebigen TAN.

C't rät deshalb Postbank-Kunden, ihr HBCI-Überweisungslimit auf 0,- Euro zu setzen. Erst im Frühjahr 2006 soll das bisherige HBCI-Verfahren auch iTAN unterstützen.

Beim iTan-Verfahren verlangt das Online-Banking-Webportal die Eingabe einer bestimmten TAN aus der TAN-Liste und akzeptiert nicht mehr eine aus beliebiger Position.


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