Spieletest: Dancing Stage Mario - Klempner-Tanz mit Story
Witziges Bewegungsspiel für den GameCube. Nintendos Aushängeschild Mario musste schon in unzähligen Spielkonzepten antreten – angefangen vom Jump&Run bis hin zum Tennisspieler war der Klempner sich bisher für keinen Job zu schade. Doch das war noch längst nicht alles: Jetzt beginnt der Mann mit Schnauzbart in Dancing Stage Mario Mix, dem ersten Tanzmattenspiel für den GameCube, sogar noch eine Karriere als Tänzer.
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Tanzmattenspiele kennt man vor allem von Konami und deren Dance-Dance-Revolution-Reihe und genau die für diese Serie verantwortlichen Entwickler waren es auch, die Nintendo für Dancing Stage verpflichtete. Zum Spielumfang gehört neben der Disc eine recht hochwertige und nicht gerade kleine Matte, die vor dem TV-Gerät ausgebreitet wird – ein bisschen Platz muss also definitiv im Wohnzimmer geschaffen werden. Die Matte selbst enthält Sensoren für die vier Bewegungsrichtungen sowie den A-, B-, Start- und Z-Knopf.
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Kernstück des Spiels ist interessanterweise der Story-Modus – nicht gerade typisch für ein Tanzspiel. Die Hintergrundgeschichte ist dabei so selten dämlich wie amüsant: Der böse Waluigi hat sämtliche Melodien des Königreichs gestohlen, und nun müssen Mario und Luigi ausrücken und ihre Tanzkünste beweisen – um so die Melodien wieder einzufangen. Mit jeder erfolgreich gemeisterten Mission wird ein neuer Song für den Arcade-Modus freigeschaltet, in dem dann auch ohne Missionsdruck drauflos getanzt werden darf.
Das grundsätzliche Gameplay ist natürlich dasselbe wie bei anderen Tanzspielen: Pfeilsymbole bewegen sich auf dem Screen von unten nach oben und müssen genau in dem Moment mit den Füßen berührt werden, wenn sie den oberen Rand erreichen; je nachdem, wie punktgenau sie getroffen werden, gibt es dann eine Wertung – und je öfter Symbole verfehlt werden, desto schneller sinkt der Energiebalken gegen null. In den höheren Schwierigkeitsgraden wird das Ganze dann dadurch verkompliziert, dass die Pfeile sehr schnell aufeinander folgen und natürlich auch öfter verschiedene Pfeile zur selben Zeit – dann selbstverständlich mit zwei Füßen – getroffen werden müssen.
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Witzigerweise sorgen nicht nur Duelle – wo Mario oder Luigi dann etwa gegen Boss-Gegner wie Waluigi tanzen – für Abwechslung, sondern auch witzige Minispiele: So müssen etwa Goobas, die immer wieder aus vier verschiedenen Rohren rausschauen, verprügelt werden, indem man fix auf den jeweiligen Richtungspfeil tritt. Oder aber es gibt ein Hochsprungturnier: Durch schnelles Tippeln auf rechter und linker Pfeiltaste wird beschleunigt, kurz vor der Markierung muss dann blitzschnell auf die obere Pfeiltaste getreten werden. Sind diese Minigames erstmals absolviert, können sie übrigens ebenfalls im Menü einzeln angewählt werden.
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Der Soundtrack ist ganz klar eine der Stärken des Spiels: Gut 30 Songs erwarten den Spieler, wobei es neben aufgepeppten Nintendo-Themen aus diversen Spielen wie etwa zahlreichen Mario-Titeln auch klassische Stücke gibt – schnellere Varianten von Carmen etwa. Ebenfalls klasse ist die Grafik: Während der Spieler auf der Tanzmatte hüpft, bewegen sich Mario und Co im Rhythmus der Musik und vollführen die unterschiedlichsten Tanzschritte – schon immens putzig, wie der Latzhosenträger mit Armen und Beinen wackelt.
Dancing Stage Mario Mix ist exklusiv für den Nintendo GameCube erhältlich. Das Spiel kostet im Handel inklusive Tanzmatte etwa 60,- Euro.
Fazit: Tanzspiele gab es schon so einige, Dancing Stage Mario Mix schafft es aber tatsächlich, sich abzuheben – vor allem dank Story-Modus, immens witziger Animationen und intelligenter Minispiele. Einziger Wermutstropfen: Das Spiel ist auf den unteren drei der insgesamt vier Schwierigkeitsgrade wirklich sehr einfach, so dass der Story-Modus extrem schnell durchgespielt ist; für eine kleine Tanzrunde zwischendurch taugt es dank annehmbar umfangreicher Songauswahl aber auch so immer wieder.