Red Orchestra - Shooter soll über Steam verkauft werden
Valve und Tripwire Interactive verkünden Zusammenarbeit. Unter dem Firmennamen Tripwire Interactive haben sich die Macher des Unreal-Tournament-Mods Red Orchestra bereits im Frühjahr 2005 selbstständig gemacht und haben nun mit "Red Orchestra: Ostfront 41-45" einen kostenpflichtigen Unreal-Engine-basierten Shooter angekündigt. Das Interessante dabei ist, dass das Red-Orchestra-Spiel über Valves Download-Dienst Steam vertrieben werden soll.
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Valve hat Steam nicht nur zur Online-Distribution, Authentifizierung und Wartung von Half-Life 2 aufgebaut, sondern auch für den Vertrieb künftiger Spiele und Add-Ons. Auch wenn Valve sich mit Steam einiges an Kritik eingefangen hat, so hat es das Entwicklerstudio unabhängiger von Publishern gemacht und ihm den Eigenvertrieb über das Internet erleichtert. Dank der großen Menge an Half-Life-2-Verkäufen hat die zwingend erforderliche Anmeldung bei Steam dem Unternehmen eine große Basis potenzieller Kunden für den Direktvertrieb verschafft – Valve zufolge läuft Steam bei über 6 Millionen Kunden.
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Zudem öffnete Valve Steam auch für andere Entwicklerstudios, um diesen den Online-Vertrieb zu ermöglichen und ein Stück daran mitverdienen zu können. Bereits vertrieben wird die witzige Marionetten-Prügelei "Rag Doll Kung Fu", die ein Lionhead-Entwickler in seiner Freizeit entwickelte, noch in diesem Jahr folgen soll der erste Teil von "SiN Episodes" von Ritual Entertainment und seit kurzem ist bekannt, dass auch Deus-Ex-Schöpfer Warren Spector sein in der Konzeptionsphase steckendes Zeichentrick-Spiel über Steam verkaufen will. Valve selbst arbeitet gerade an der kostenpflichtigen und verspäteten Half-Life-2-Erweiterung "Aftermath", die zumindest über Steam angeboten werden soll.
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Wann genau der Weltkriegs-Shooter "Red Orchestra: Ostfront 41-45" fertig und über Steam erhältlich sein wird, wurde noch nicht bekannt gegeben. Das eigenständige Red-Orchestra-Spiel basiert auf Epics Unreal-2.5-Engine, spielt an der russischen Front in den Jahren 1941 bis 1945 und soll mit 28 verschiedenen Infanteriewaffen und 14 Fahrzeugen aufwarten. Die Spieler können verschiedene Rollen annehmen und sollen auf über einem Dutzend, auf echten Orten basierenden Spielkarten ihre Kämpfe ausfechten können. Im Vergleich mit dem Mod soll das Spiel deutlich mehr bieten und eher in Richtung Zweiter-Weltkriegs-Simulator gehen. Man darf gespannt sein, ob Tripwire Interactives nachfolgende Spiele auch auf überstrapazierten Weltkriegsszenarien basieren werden.
Ein Veröffentlichungsdatum von "Red Orchestra: Ostfront 41-45" soll später über Steam bekannt gegeben werden. Weitere Details sollen in den "kommenden Wochen und Monaten" bekannt gegeben werden, so dass es noch etwas dauern dürfte, bis das Red-Orchestra-Spiel über Steam zu beziehen ist. Ob das Spiel auch einen Publisher finden wird, der es in den Handel bringt, bleibt abzuwarten.
Nachtrag vom 24. November 2005, 19:30 Uhr: Mittlerweile haben Valve und Tripwire bekannt gegeben, dass Red Orchestra voraussichtlich ab Anfang 2006 über Steam erhältlich sein wird.