Abo
  • Services:

Browser-Entwickler diskutieren über Sicherheit

Microsoft, Mozilla, Opera und KDE an einem Tisch

KDE-Entwickler George Staikos hat in einem Treffen mit Browser-Entwicklern von Microsoft, Mozilla und Opera Methoden erörtert, um die Sicherheit von Webbrowsern zu steigern. Konqueror wird in KDE 4 beispielsweise kein SSL Version 2 mehr unterstützen und die Adressleiste wird farbig anzeigen, ob man eine sichere oder unsichere Seite besucht, kündigte Staikos an.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Angesichts zunehmender Phishing-Attacken und alternder Verschlüsselungsmethoden haben die Entwickler gemeinsam diskutiert, wie die Sicherheit von Webbrowsern gesteigert werden kann. Ein Schritt dabei ist, die Unterstützung für das alte SSLv2 zu entfernen, wie Opera anregte. Dies wird auch im Internet Explorer 7 erfolgen, aus dem KDE-4-Quellcode wurde SSLv2 bereits komplett entfernt. In Zeiten von Botnets sei dieser Standard einfach überholt, so die Entwickler.

Stellenmarkt
  1. Amprion GmbH, Pulheim
  2. Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Reinheim

Konqueror soll auch keine Verschlüsselung mit nur 40-Bit oder 56-Bit mehr unterstützen, künftig sollen nur noch längere Schlüssel genutzt werden können. Außerdem sollen die Certificate Authoritys (CA), die SSL-Zertifikate ausstellen, dazu gebracht werden, künftig auf 2.048-Bit-Verschlüsselungen zu setzen, um so eine höhere Sicherheit zu erreichen.

Die einzelnen CAs sollen in Zukunft auch unterschiedlich behandelt werden: Derzeit werden von CAs ausgestellte Zertifikate prinzipiell als gültig und sicher markiert, egal welche Ausstellungspraxis der CA verfolgt. In Zukunft könnten Nutzer darüber informiert werden, ob ein Zertifikat streng oder nur normal überprüft wurde.

So wie Firefox und Opera zeigt auch der Konqueror beim Aufruf verschlüsselter Seiten ein Vorhängeschloss in der Adresszeile an. Mit Konqueror in KDE 4 möchte man sich jedoch mehr am Internet Explorer 7 orientieren und zusätzlich die Adressleiste in Rot oder Grün einfärben - die derzeitige, gelbe Farbgebung bei verschlüsselten Seiten entfällt. Schlägt die Überprüfung eines Zertifikates fehl, so wird die Adressleiste rot eingefärbt, bei einer vertrauenswürdigen Seite hingegen färbt sie sich grün. Zudem wird hinter dem Vorhängeschloss abwechselnd der Name der Organisation, die das Zertifikat ausgestellt hat, sowie der Name der entsprechenden CA angezeigt. Während der Internet Explorer neben rot und grün auch eine gelbe Einfärbung nutzt, soll diese beim Konqueror nicht weiter genutzt werden.

Des Weiteren soll auch Microsofts Anti-Phishing-Plug-in für den Konqueror umgesetzt werden, so dass KDE-Nutzer der Microsoft-Datenbank neue Phising-Seiten melden können und im Konqueror geöffnete Seiten anhand dieser überprüft werden. Der Internet Explorer 7 soll geöffnete Webseiten in Echtzeit mit dieser Datenbank abgleichen, um so gegebenenfalls vor bekannten Phising-Seiten zu warnen. Es ist aber noch nicht sicher, ob Microsoft mit einem solchen Plug-in für den Konqueror einverstanden ist.

Staikos ist zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit zwischen den Browser-Entwicklern Früchte tragen wird und Webbrowser so stetig verbessert werden können. KDE 4 mit dem neuen Konqueror wird für 2006 erwartet.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 2,99€
  3. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)
  4. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt

BSDDaemon 18. Dez 2005

Nein, seit XEN hat sich das erledigt, da gehen RHEL und FreeBSD wunderbar nebeneinander.

iggy 24. Nov 2005

Dem Artikel zufolge scheinen sich ja hier alle Geister relativ einig zu sein. Dieser...


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
Russische Agenten angeklagt: Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton
Russische Agenten angeklagt
Mit Bitcoin und CCleaner gegen Hillary Clinton

Die US-Justiz hat zwölf russische Agenten wegen des Hacks im US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Die Anklageschrift nennt viele technische Details und erhebt auch Vorwürfe gegen das Enthüllungsportal Wikileaks.

  1. Nach Gipfeltreffen Trump glaubt Putin mehr als US-Geheimdiensten
  2. US Space Force Planlos im Weltraum
  3. Gewalt US-Präsident Trump will Gespräch mit Spielebranche

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /