Studie: 2009 macht Internet-TV 10 % des Pay-TV-Marktes aus
Satelliten- und Kabelnetzbetreiber bekommen Konkurrenz
Nach einer Studie des britischen Marktforschungsinstituts Screen Digest wird der Anteil von Internetfernsehen in Europa 2009 schon einen Anteil von 10 Prozent am gesamten Pay-TV-Markt erreichen.
Die Zahl derjenigen, die per IPTV (Internet-übertragenes Fernsehprogramm) derzeit in Europa empfangen können, beziffert Screen Digest auf ca. 660.000. Bis 2009 sollen es schon 8,7 Millionen Personen sein. Für 2005 sieht man gegenüber dem Vorjahr schon eine 200-prozentige Steigerung.
Der IPTV-Markt stellt für die traditionellen Satelliten- und Kabelnetzbetreiber eine große Herausforderung dar, schreibt Screen Digest. Der Einfluss auf nationale Pay-TV-Märkte in Frankreich, Italien und Spanien werde am größten sein, wobei die Technik in Italien einen 20-prozentigen Marktanteil und 17 Prozent in Frankreich sowie 16 Prozent in Spanien erreichen soll.
Die Nutznießer von IPTV dürften die Telefon- und sonstigen Breitbandbetreiber sein, die auf die Technik hoffen, da sie neue Einnahmemöglichkeiten bietet, wenn die Breitbandinfrastruktur noch stärker ausgebaut werden sollte. In Zukunft dürfte aber aus Kabelnetzbetreibern, die über rückkanalfähige Netze verfügen, für Breitbandanbieter, die mit anderen Techniken arbeiten, eine große Konkurrenz erwachsen.
In Frankreich haben die drei Betreibergesellschaften France Telecom, Free Telecom und Neuf Telecom bereits 281.000 Kunden gewonnen, was den derzeit größten nationalen Abonnentenstamm ausmacht. In Italien sind es 190.000 Kunden und in Spanien nur 57.500.
Obwohl mit der älteste IPTV-Markt in Europa muss Großbritannien noch kräftig aufholen: Hier verzeichnet man nur 30.000 Abonnenten. Zum Vergleich: Das sind gerade einmal 0,08 Prozent aller Haushalte verglichen mit einer Satelliten-TV-Penetration von 30 Prozent und Kabelfernsehen von 13 Prozent und DVB-T mit knapp 18 Prozent.
Obwohl noch technische und inhaltliche Schwierigkeiten an manchen Stellen gelöst werden müssen, sei die Kombination von interessanten und marktgerecht verpreisten Triple-Play-Angeboten (On-Demand-Fernsehen, Telefonie und Internetzugang) ein vielversprechender Ansatz, so Daniel Schmitt von Screen Digest.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed






Wer will das Spiel überhaupt sehen?! :)
Die GEZ-Gebühr für "internetfähige PCs" ab 2006 ist doch schon beschlossen ... :(((