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Ascaron will Spielequalität verbessern

Tochter "Quality Four" bietet Qualitätsprüfung für Spiele. Ascaron hat sich lange Zeit Kritik wegen Fehlern in seinen Spielen anhören müssen. Nun gründet der deutsche Spieleproduzent sein erstes Tochterunternehmen, das nicht nur für Ascaron selbst, sondern auch als Dienstleister für andere Spieleentwickler die Qualitätsprüfungen vornehmen soll.
/ Christian Klaß
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Die Quality Four GmbH getaufte Ascaron-Tochter soll Entwicklern und Publishern dabei helfen, speziell Computer- und Videospiele auf ein für internationale Markterfolge notwendiges Qualitätsniveau zu bringen. Der Serviceumfang reicht dabei von der inhaltlichen, technischen und unternehmerischen Betreuung bei der Entwicklung bis zu Akzeptanztests und Kontrollen auf Kompatibilität und Fehlerfreiheit. Den Umfang der Dienstleistungen bezeichnet Ascaron als einmalig auf dem Entwicklermarkt und sieht bereits jetzt eine durchweg sehr positive Resonanz seitens der Industrie.

Geschäftsführer von Quality Four ist Bernard Ewers, der unter anderem an Spielen von Ascaron, Blue Byte, Funatics, Massive Development, Trinode und Spellbound Entertainment in verschiedenen Positionen mitwirkte. Er war als Entwickler, im Support und der Qualitätssicherung tätig. Die Wahl des Standorts fiel auf die in der unmittelbaren Nachbarschaft von Berlin befindliche brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam, da sich dort Ascaron zufolge "Synergien mit den zahlreichen Medienunternehmen der Entertainment-Branche vor Ort ergeben" würden.

Ascaron will den Standort Potsdam in Zukunft weiter ausbauen und plant, dort in den nächsten Jahren bis zu 80 neue Arbeitsplätze zu schaffen. "Für die Perspektive bei der Personalplanung ist außerdem die Nähe zur Universität Potsdam und dem hier angeschlossenen Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik sowie natürlich die angrenzende Hauptstadt der Bundesrepublik sehr interessant. Ascaron beabsichtigt außerdem, zahlreiche Ausbildungsplätze mit Anwärtern aus der Region zu besetzen" , heißt es in einer Pressemitteilung.

Unterstützt wurde Ascaron bei der Quality-Four-Gründung durch die ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) und die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB). Laut Ascaron-Chef Holger Flöttmann hätten vor allem die unbürokratischen politischen Rahmenbedingungen endgültig überzeugt, die Tochterfirma in Potsdam zu gründen. Neben seinem Stammsitz in Gütersloh unterhält Ascaron – bekannt vor allem für seine Spiele Patrizier, Anstoss, Vermeer, Port Royale und Sacred – ein Studio in Aachen und eine eigene Auslandsvertretung in Birmingham.


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