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Interview: Ein Spezialprozessor wäre für Intel gefährlich

Intels Vize-Präsident Pat Gelsinger im Interview mit Golem.de

Intel bleibt bei der kommenden Konsolengeneration außen vor, will aber dennoch mit PC und "Viiv" im Spielebereich ein Wort mitreden, so Intel-Vize-Präsident Pat Gelsinger im Interview mit Golem.de. Von Intel-basierten Speziallösungen hält Gelsinger aber nicht viel und das gilt wohl auch für die kommende Apple-Generation mit Intel-Chips. Zudem bekräftigt Gelsinger Intels Engagement für den Itanium und nimmt zum indischen IT-Markt Stellung.

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Pat Gelsinger
Pat Gelsinger
Golem: Die Xbox 360 steht kurz vor der Markteinführung - und unglücklicherweise für Intel sind dort keine Intel-Prozessoren mehr enthalten ...

Gelsinger: ... ist doch schade, oder?

Golem: Will Intel sich mehr um den Spielemarkt kümmern, nachdem sie dort bei den Desktops sehr aktiv sind?

Gelsinger: Wir sind hoch motiviert, den PC als Online-Multiplayer-Plattform weiterzuentwickeln. Das wird einer der Anwendungsbereiche für die Viiv-PCs, die wir im nächsten Jahr vorstellen werden. Wenn Sie sich aber mal die Spielegeschichte ansehen, war schon vor 20 Jahren der Markt für PC-Spiele größer als das gesamte Konsolengeschäft. Als die PlayStation erschien, hat sich das umgekehrt: von 60:40 für den PC zu 40:60 zu Gunsten der Konsolen. Seitdem hat sich das Verhältnis aber wieder leicht in Richtung PC verschoben, als der als Internet-Gaming-Plattform interessant wurde.

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Golem: Betrifft das alle Spiele-Genres?

Gelsinger: Naja, die First-Person-Shooter sind da ein Ausnahmefall, aber auch generell ist die Welt der Spiele immer mehr zu einer Community und einem Online-Phänomen geworden. Ein immer größerer Teil der Umsätze mit Spielen kommt schon jetzt aus diesem Bereich.

Golem: Aber gerade das spricht doch Microsoft mit Xbox live massiv an?

Gelsinger: Einen Moment. Dieser Trend kommt den PCs doch sehr entgegen, weil sie alle online sind. Die meisten dieser Anwendungen erforden aber nicht unbedingt extreme Grafikleistungen. Es geht vielmehr um die Latenzen der Internetverbindung und das Gruppenerlebnis. Das Interessanteste, was da aus meiner Sicht passieren wird ist, dass sowohl die Xbox 360 als auch die neue PlayStation diesen Markt angehen werden. Dieser Trend ist für den PC sehr vorteilhaft, und das werden wir auch mit Viiv-PCs ansprechen. Microsoft dagegen spielt da bei Konsolen und PCs auf beiden Seiten. Wir wollen dagegen die nächste Halbleiter-Generation für solche Anwendungen bereitstellen.

Golem: Würde Intel auch für eine neue Xbox einen Spezial-Chip entwickeln?

Gelsinger: Ein "Custom Chip" wäre für uns gefährlich. Was ist denn schon ein Spezialprozessor? Sind das nur symmetrische Floating-Point-Einheiten? Wir hatten ja schon eine besondere Version eines unserer Prozessoren in der ersten Xbox. Der war zwar speziell auf diese Anwendung zugeschnitten, profitierte aber von all unseren Kostenersparnissen wie den großen Halbleiterfabriken. Ein Trick an dieser Plattform war ja, dass viele Effekte der Massenfertigung von Chips sich auch auf die Xbox auswirkten.

Interview: Ein Spezialprozessor wäre für Intel gefährlich 
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Higgins 23. Nov 2005

Medizin. Du meintest MEDIZIN.

Steppenwolf 22. Nov 2005

Naja, das x86-Design ist schon so oft totgesagt worden ... vielleicht erinnerst du dich...

jakobi 21. Nov 2005

Ups habe beim Performance Diagram geschaut: Bei den Systemen sieht so aus 66,6 % Intel...


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