Internethandel von Chemikalien: Sprengstoffbastler am Werk?

Hunderte Ermittlungsverfahren eingeleitet

Der Kauf der meisten Chemikalien ist legal - auch über das Internet -, doch wird bundesweit gegen Hunderte Chemikalienkäufer und -verkäufer ermittelt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Strafbar macht sich nur, wer aus den legal erworbenen Substanzen beispielsweise Sprengstoff oder Drogen herstellt.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach den Informationen, die dem Focus vorliegen, konnte die Polizei in Magdeburg ein Chemikalienlager sicherstellen, das ein 16-jähriger Hobby-Tüftler angelegt hatte. Neben Substanzen wie Brom, Quecksilber, Salz- und Phosphorsäure fanden die Beamten diverse Sprengvorrichtungen und Explosivstoffe.

Anfang 2005 waren in der Nähe von Köln bei einem 27-Jährigen mehr als 7.000 Kilogramm Chemikalien sichergestellt worden, berichtet der Focus. Der Mann hatte über das Internet 3.000 Kunden im In- und Ausland mit Substanzen aller Art beliefert. In Kiel stellte die Polizei bei einem Internethändler 1.500 Kilogramm an unterschiedlichen Chemikalien sicher. Mit großer Sorge verfolgen deutsche Sicherheitsbehörden den zunehmenden Handel mit Chemikalien im Internet. Sehr vage drückt sich allerdings das Bundeskriminalamt (BKA) aus: Es könne prinzipiell nicht ausschließen, dass brisante Substanzen auf diesem Weg in die Hände von Terroristen gelangen.

Etwas weiter hervor wagt sich die Magdeburger Oberstaatsanwältin Silvia Niemann, die im Magazin warnte, es sei "kinderleicht", über das Internet an Gefahrenstoffe zu kommen, auch an "Substanzen zur Herstellung brisanter Sprengstoffe". Sie geht sogar so weit, zu behaupten, dass die Käufer vermutlich "nicht nur Chemiefreaks", sondern auch "Extremisten aus der politischen Szene" seien. Niemann sagte: "Es besteht sogar der Verdacht, dass Sprengstoff für die Terrorszene hergestellt werden könnte."

In einer internen Analyse des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein ist laut Focus von "erheblichen Gefahrenpotenzialen" die Rede. So seien über Online-Shops nicht nur Chemikalien zu beziehen, sondern auch "Mischanleitungen" für Explosivstoffe und "Baupläne für Sprengvorrichtungen". Anleitungen dieser Art kursieren allerdings seit Jahren im Internet und sind für diejenigen, die damit experimentieren, mit erheblichen Gefahren für Leib und Leben verbunden.

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Der Faekalator 08. Dez 2005

Das Problem sind weder die Chemie-Studenten, noch die Universitäten. Die...

fdsfsd 21. Nov 2005

Wenn die Dummen an die Macht kommen ist es sowieso nur eine Frage der Zeit bis sie...

Tränen-Schwamm 21. Nov 2005

Wenn zwei Chemikalien einfach durch Zusammenmischen einen gefährlichen Stoff ergeben, so...

Martin F. 21. Nov 2005

Und Seife ^^



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