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'Killerspiele' im politischen Rampenlicht

Thomas Jarzombek (CDU)
Thomas Jarzombek (CDU)
Die Mechanismen des Jugendschutzes würden hervorragend funktionieren und sollten nicht immer wieder in Frage gestellt werden, so Jarzombek in einer Pressemitteilung. Gerade die Games-Branche hat seiner Einschätzung zufolge den Jugendschutz "hervorragend organisiert und sollte dafür auch Lob empfangen". Bereits vor dem Marktstart werde jedes Spiel durch die freiwillige Selbstkontrolle USK bewertet und mit strengen Ratings versehen. Eine solche Regelung wäre in anderen Feldern des Jugendschutzes sehr wünschenswert, wo jugendgefährdende Inhalte teilweise erst Monate nach Erscheinen bewertet und aus dem Verkehr gezogen werden, so der CDU-Politiker weiter.

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Darüber hinaus habe der Bund mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) selbst eine starke Kontrollinstanz; die Länder haben erst im vorletzten Jahr mit der KJM (Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten) einen weiteren Schutzmechanismus geschaffen, der sich zurzeit sehr gut bewähre.

"Dass trotzdem USK-18-Spiele in vielen Kinderzimmern zu finden sind, zeugt von der begrenzten Wirksamkeit von Verboten", so Jarzombek. "Auch ein Totalverbot wird an der Situation nichts ändern. Die meisten Gewaltspiele werden nicht verkauft, sondern illegal kopiert - entweder auf dem Schulhof oder über das Internet."

Handlungsbedarf sieht deshalb auch Jarzombek, allerdings in einem ganz anderen Bereich: Die Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen werde da geschürt, wo Kinder sich selbst am Computer überlassen werden und niemand da ist, der die im Spiel entstandenen Emotionen auffängt. Laut einer Studie der Uni Bielefeld hätten 86,5 Prozent aller Mütter und 70,7 Prozent aller Väter noch nie mit ihren Kindern am Computer gespielt. "Man sollte besser solche Eltern statt der Spiele verbieten", so der CDU-Politiker.

Er vermutet, dass auch etwas anderes dahinter stecken könnte, der alte Streit um Zuständigkeiten der Länder und des Bundes - derzeit sind Medienangelegenheiten klassische Aufgaben der Länder. "Möglicherweise handelt es sich aber auch um den Versuch, weitere Landesaufgaben durch den Bund zu übernehmen", so Jarzombek. "Die Bundesländer haben in der Vergangenheit erfolgreich im Jugendschutz gearbeitet. Das lassen wir uns nicht von Bundespolitikern der zweiten oder dritten Garnitur schlechtreden."

Von Seiten der Spieleentwickler wird indes gefordert, dass erst einmal der Begriff "Killerspiele" eindeutig definiert werden sollte: "Soweit mit diesem Begriff auch auf die so genannten 'Ego-Shooter' abgezielt wird, möchten wir darauf hinweisen, dass aus unserer Sicht die bestehenden Regelungen im Bereich des Jugendschutzes für den Bereich Computer- und Videospiele ausreichen", so der norddeutsche Entwickler-Verband Northstar Developers. Auch hier heißt es, dass bereits die bestehenden gesetzlichen Regelungen eine Indizierung und damit ein Verbot von Gewalt verherrlichenden und Menschen verachtenden Computerspielen vorsehen würden.

 'Killerspiele' im politischen Rampenlicht
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Peter Pansen 29. Jun 2007

Richtig so. Aber das im TV (auch im oeffentlichen) nur der letzte schund kommt, daran...

storm 21. Nov 2006

Also wenn ich die Politiker so reden höre, kann ich nur laut lachen. Diese Leute...

Sandra29 25. Apr 2006

einige dinge sind wohl ausser frage moralisch nicht in ordnung... jedoch ist in dieser...

Andreas Kurpisz 08. Apr 2006

am besten Auch Schneeballschlachten verbieten , Cowboy und indianerspielende Kinder...

Paule 30. Nov 2005

Ouerhouerha!


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