Solaris bekommt eine Datenbank: PostgreSQL
Damit wartet Sun mit einem eigenen Datenbank-Produkt auf, denn PostgreSQL soll nicht nur mit Solaris 10 mitgeliefert werden, sondern Sun will auch Support für die freie Datenbank anbieten. Sun verspricht, dabei mit der PostgreSQL-Community zusammenzuarbeiten, um PostgreSQL eng auf Solaris abzustimmen.
Mit den Solaris Containern für Linux-Applikationen erlaubt es Sun zudem, Red-Hat-Applikationen nahtlos unter Solaris auszuführen. Binaries für Red-Hat-Linux sollen unmodifiziert in Containern von Solaris 10 und auch OpenSolaris laufen.
Darüber hinaus demonstrierte Sun eine Virtualisierung von Solaris auf Basis von Xen. Damit ist es möglich, mehrere Betriebssysteme parallel auf einem Rechner laufen zu lassen oder einzelne Gastsysteme auf andere Rechner zu übertragen.
Nicht zuletzt kündigte Sun an, das Dateisystem Solaris ZFS für OpenSolaris anzubieten. Das Dateisystem ist mit Funktionen zur Selbstheilung ausgestattet, die über umfangreiche Fehler-Erkennungs- und -Korrektur-Funktionen möglich ist. Zudem verfügt ZFS(öffnet im neuen Fenster) über eine integrierte Storage-Virtualisierung, was einen Volume-Manager überflüssig machen soll. ZFS soll in der ersten Hälfte 2006 zur Verfügung stehen, wird aber in der aktuellen Version von OpenSolaris bereits mitgeliefert(öffnet im neuen Fenster) .
Das nächste Update für Solaris 10 ist für Dezember 2005 geplant. Es soll die Sun Update Connection enthalten, die Zugang zu neuen Updates und Korrekturen bietet. Zudem will Sun damit zusätzliche Hardware-Systeme unterstützen und den Boot-Loader Grub einführen. Unterstützung von Xen für Solaris 10 und die Solaris Containers für Linux-Applikationen für OpenSolaris sollen ebenfalls im Dezember 2005 zu haben sein.
Noch im November 2005 will Sun PostgreSQL für Solaris 10 anbieten, in der ersten Jahreshälte 2006 soll das dann zu einem festen Bestandteil von Solaris 10 werden.