Abo
  • Services:

Studie: Hightech-Standort Europa akut gefährdet

Noch ist McKinsey zufolge aber nicht alles verloren, denn trotz der prekären Lage hätten europäische Firmen gute Chancen, wieder aufzuholen. "Gelingt es den europäischen Hightech-Unternehmen, ihren Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt auf das Durchschnittsniveau anderer Industrien (30 Prozent) zu heben, könnten schätzungsweise bis zu vier Millionen neue Arbeitsplätze in Europa entstehen", so eine McKinsey-Mitteilung.

Stellenmarkt
  1. Technische Universität Kaiserslautern, Kaiserslautern
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart

McKinsey rät europäischen Hightech-Unternehmen, sich vor allem auf schnelles Wachstum, mehr Talentmanagement und eine langfristig ausgerichtete, aber trotzdem kurzfristig gewinnorientierte Kapitalstruktur zu konzentrieren. Zudem sollten die Unternehmen ihr Umfeld aktiv gestalten, etwa durch das Ansammlen von Experten in Unternehmen, Verwaltungen und Bildungseinrichtungen zu so genannten "Clustern" oder beim Setzen von Standards. In der Telekommunikation konnten europäische Hightech-Firmen beispielsweise durch die europaweite Etablierung der DECT-Technik punkten.

Mögliche Chancen sieht McKinsey in der Verbindung von Informationstechnologie und Telekommunikation, dem Ausschöpfen europäischer Stärken bei Embedded Software im Auto oder Satellitenkontrollsysteme in der Luftfahrt sowie das Zusammenspiel von hoch entwickelter Technik mit Design oder Inhalten, beispielsweise bei der flächendeckenden Einführung einer Breitband-Infrastruktur von Telekommunikationsunternehmen.

"Ungünstige Rahmenbedingungen, stark fragmentierte Märkte, kleine und wenig dynamische Cluster sowie eine geringe Akzeptanz von Unternehmertum erschweren es europäischen Hightech-Unternehmen, den Anschluss zu finden", so Claudia Funke. Besonders deutlich zeige sich dies bei der Clusterbildung. Während Silicon Valley, das erfolgreichste Cluster in den USA, 300.000 Arbeitsplätze bietet, sei das größte Cluster in Europa mit signifikanter Beteiligung europäischer Firmen in Oulu, Finnland, mit 58.000 Jobs nur ein Fünftel so groß. Größere Hightech-Cluster in der Region Asien/Pazifik würden durchweg mehr als 100.000 Arbeitsplätze umfassen.

McKinsey fordert daher eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in vier Bereichen: Anerkennung von unternehmerischen Erfolgsbeispielen, Konzentration auf wenige Standards, Fokussierung der öffentlichen Ressourcen auf die Entwicklung von Toptalenten und möglichst wenige Cluster sowie Ausbau des Unternehmertums mit europaweiter intensiver Förderung von Kleinunternehmen.

Erst dann könnten europäische Hightech-Unternehmen ihren Anteil am weltweiten Hightech-Sektor auf ein Drittel erhöhen. "Auf diese Weise könnten in Europa bis zu vier Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden", so das Fazit der Studie.

 Studie: Hightech-Standort Europa akut gefährdet
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 14,99€
  2. 4,99€
  3. 49,86€

beccon 22. Nov 2005

Das konnten sie aber nur machen, weil sie von der EU hoch subventioniert sind. (nach wie...

beccon 22. Nov 2005

ohne auf Dein Beispiel einzugehen: Kann es sein, daß Du den Überbringer schlechter...

Nameless 20. Nov 2005

MEIN TIPP an McKinsey & Company: „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten...

Ralf68 16. Nov 2005

Gut so! Lasst die McK's dieser Welt ruhig weiterhin solche Studien schreiben. Dabei...

Doomchild 16. Nov 2005

(...) Mal davon ab, daß ich Dir zustimme, gilt bei Dir aber wohl der Satz mit dem...


Folgen Sie uns
       


Anthem - Fazit

Wir ziehen unser Fazit zu Anthem und erklären, was an Biowares Actionrollenspiel gelungen und weniger überzeugend ist.

Anthem - Fazit Video aufrufen
Mobile Bezahldienste: Wie sicher sind Apple Pay und Google Pay?
Mobile Bezahldienste
Wie sicher sind Apple Pay und Google Pay?

Die Zahlungsdienste Apple Pay und Google Pay sind nach Ansicht von Experten sicherer als klassische Kreditkarten. In der täglichen Praxis schneidet ein Dienst etwas besser ab. Einige Haftungsfragen sind aber noch juristisch ungeklärt.
Von Andreas Maisch

  1. Anzeige Was Drittanbieter beim Open Banking beachten müssen
  2. Finanzdienstleister Wirecard sieht kein Fehlverhalten
  3. Fintech Wirecard wird zur Smartphone-Bank

Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
Display-Technik
So funktionieren Micro-LEDs

Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
Von Mike Wobker

  1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

Überwachung: Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert
Überwachung
Wenn die Firma heimlich ihre Mitarbeiter ausspioniert

Videokameras, Wanzen, GPS-Tracker, Keylogger - es gibt viele Möglichkeiten, mit denen Firmen Mitarbeiter kontrollieren können. Nicht wenige tun das auch und werden dafür mitunter bestraft. Manchmal kommen sie aber selbst mit heimlichen Überwachungsaktionen durch. Es kommt auf die Gründe an.
Von Harald Büring

  1. Österreich Bundesheer soll mehr Daten bekommen
  2. Datenschutz Chinesische Kameraüberwachung hält Bus-Werbung für Fußgänger
  3. Überwachung Infosystem über Funkzellenabfragen in Berlin gestartet

    •  /