Neue Grafik-Treiber von ATI und Nvidia
Der Catalyst 5.11 unterstützt Adaptive Anti-Aliasing, wenn auch laut Beschreibung nur in Verbindung mit dem Radeon X1300 und dem X1800 – die X1600-Grafikchips werden noch nicht genannt. ATIs neuer Kantenglättungsmodus glättet ähnlich Nvidias Transparent-Anti-Aliasing auch Texturen, erlaubt es allerdings, dass Software-Entwickler selbst definieren, welche Texturen geglättet werden sollen und welche nicht.
Vor allem für Besitzer von Radeon-X1800-Grafikkarten interessant sein dürfte der von ATI versprochene OpenGL-Leistungssprung in Verbindung mit 4x-Kantenglättung. Dann sollen Doom 3 ganze 38 Prozent, Quake 4 gar bis zu 60 Prozent und ältere OpenGL-Titel wie Quake 3: Arena und Wolfenstein: Enemy Territory bis zu 50 Prozent schneller laufen. Für die Radeon X1300 verspricht ATI eine Leistungssteigerung um 10 bis 15 Prozent in Quake 4. Generell verbessert worden sein soll die Vertex-Shader-Leistung, die nun um 3-5 Prozent zugelegt haben soll.
Zumindest zwei Radeon-X1300-Grafikkarten sollen sich mit dem neuen Treiberpaket schon im Crossfire-Modus betreiben lassen, für X1600 und X1800 scheint auf den nächsten Treiber gewartet werden zu müssen. Allerdings sind die benötigten Master-Karten auch noch nicht verfügbar.
Ab dem Catalyst-5.11-Treiberpaket wird der Overlay Theater Mode bei TV-Anschluss automatisch aktiviert, bei ATI-FireMV-Produkten kann nun der Desktop auf mehrere Bildschirme gestreckt werden und das Control Center erlaubt nun den einfacheren Wechsel zwischen Darstellungsmodi und verschiedenen Displays.
Behoben wurden auch verschiedene Probleme mit 3DMark05, Battlefield 2, Call of Duty, City of Heroes, Doom3, FarCry, FEAR, Max Payne 2, Neverwinter Nights, Quake 4 und Serious Sam. Zudem wurden einige Probleme mit Anwendungen, mehreren Monitoren und dem Control Center behoben. Für Besitzer von Xpress-200-basierten Mainboards interessant: Systeme mit angeschlossenem DVI-Display sollen nun fehlerfrei aus dem S3-Stromsparmodus aufwachen und wieder ein Bild darstellen.
ATI hat den Catalyst 5.11 am 11. November 2005 für Windows 2000, Windows XP, Windows XP Media Center Edition und 64-Bit-Windows-XP-Versionen veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) .
Am gleichen Tag erschien auch ein neuer Linux-Treiber von ATI. Die neuen ATI-Linux-Treiber mit der Versionsnummer 8.19.10 weisen eine Besonderheit auf: Sie unterstützen erstmals den die PowerPlay-Stromsparmodi (ab Radeon 9000) sowie Suspend und Resume auf Systemen mit entsprechendem Kernel.
Nvidias neues Forceware-Treiberpaket mit der Versionsnummer 81.94 erschien am 14. November 2005 und ging mit der Veröffentlichung der GeForce-7800-GTX-Grafikkarten mit 512 MByte einher. Sie bringen allerdings nicht nur die bereits erwähnte Unterstützung für den GeForce 7800 GTX 512 und den GeForce 6800 GS mit sich, sondern auch noch einige Verbesserungen.
Erstmals lassen sich nun auch mit einem WHQL-zertifizierten Nvidia-Treiber zwei SLI-fähige PCI-Express-Grafikkarten mischen, wenn diese nicht vom gleichen Hersteller stammen – es muss allerdings der gleiche Grafikchip sein. Neu ist die Möglichkeit, nun auch bei SLI-Nutzung das Bild auf einen Fernseher mit normaler bis hoher (HDTV) Auflösung auszugeben. Zudem lässt sich Vsync nun in Verbindung mit Direct3D-Spielen auch unter SLI nutzen.
Verbessert wurde die Leistung unter Quake 4 und die Kompatibilität zu Call of Duty 2, das Leserberichten zufolge auch mit dem extra dafür veröffentlichten Beta-Treiber von Nvidia Probleme gemacht haben soll. Und das obwohl es sich um ein Spiel handelt, das mit dem Nvidia-Aufdruck "The way it's meant to be played" wirbt und demzufolge problemlos funktionieren sollte. Der neue Treiber soll durch Dual-Core-Systeme profitieren und hier etwas mehr Leistung erzielen. Außerdem lassen sich hochauflösende MPEG-2-Videos nun auch in Verbindung mit hardwarebeschleunigtem De-Interlacing nutzen.
Nvidias Forceware 81.94 ist für Windows 2000/XP(öffnet im neuen Fenster) und die 64-Bit-Windows-Versionen(öffnet im neuen Fenster) (Windows Server 2003 und x64 Edition, Windows XP Professional x64 Edition) verfügbar. Neue Treiber für die Windows Media XP Center Edition und Linux wurden noch nicht bereitgestellt.



