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Microsoft: DRM-System von Sony BMG ist Schadsoftware

Microsoft-Werkzeuge werden aktualisiert

Nachdem Microsoft seit ein paar Tagen darüber grübelt, ob der Software-Gigant das von Sony BMG verwendete DRM-System XCP als Schadsoftware einstuft, steht die Entscheidung nun fest: Die von Microsoft kostenlos angebotenen Windows-Werkzeuge zur Erkennung und Eliminierung von Schadsoftware werden demnächst das DRM-System als Schädling einstufen. Sony BMG hat auf Grund des öffentlichen Drucks die Produktion von mit XCP versehenen Musik-CDs vorerst gestoppt.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Leiter des Anti-Malware-Bereichs bei Microsoft, Jason Garms, berichtet in seinem Blog, dass der Software-Konzern nach einigen Überlegungen entschied, dass das von Sony BMG auf verschiedenen Musik-CDs eingesetzte DRM-System XCP als Rootkit und somit als Schadsoftware sowie Sicherheitsrisiko einzustufen ist. Zuvor haben bereits zahlreiche Anbieter von Antiviren-Lösungen die XCP-Applikation als Schadsoftware klassifiziert.

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In Kürze will Microsoft aktualisierte Virensignaturen für das weiterhin im öffentlichen Beta-Test befindliche AntiSpyware-Tool bereitstellen, womit die XCP-Software erkannt und vom Rechner gelöscht werden können soll. Anfang vergangener Woche hatte Microsoft angekündigt, das AntiSpyware-Tool in Windows Defender umzubenennen, nachdem sich Microsoft kurz zuvor von einem Shareware-Programmierer die Namensrechte dafür verschafft hatte. Auch das Malicious Software Removal Tool von Microsoft wird entsprechend aktualisiert, allerdings wie bei der Software üblich nur einmal im Monat am Patch-Day, der das nächste Mal für den 13. Dezember 2005 geplant ist.

Am Wochenende gab Sony BMG in den USA auf Grund des zunehmenden öffentlichen Drucks nach und verkündete, die Fertigung von Musik-CDs mit XCP-System vorerst einzustellen. Vorerst werden Audio-CDs mit der DRM-Software ausschließlich in den USA angeboten. Kurz vor dem zeitweiligen Produktionsstopp in den USA gab sich die Europa-Niederlassung von Sony BMG kämpferisch und verkündete, das DRM-System im kommenden Jahr auch in Europa einführen zu wollen. Derzeit ist noch unklar, welchen Einfluss die Entscheidung des Hauptquartiers von Sony BMG in den USA auf den Plan der europäischen Niederlassung haben wird.

Nachdem Anfang November 2005 entdeckt wurde, dass sich das von Sony BMG verwendete DRM-System XCP wie eine Schadsoftware in Form eines Rootkits in Windows-Systeme festsetzt, reagierte der Musikriese darauf, indem ein Deinstaller veröffentlicht wurde, der allerdings nur auf Nachfrage rausgerückt wird. Zahlreiche Hersteller von Antiviren-Lösungen stuften das DRM-System sehr bald als Schadsoftware ein und integrierten Routinen zur Erkennung und Entfernung der XCP-Software in ihre Applikationen. Erste Würmer mit Backdoor-Funktionen wurden bereits gesichtet, die sich die Arbeitsweise des Rootkits zu Nutze machen, um sich so leicht auf einem System zu verbergen. Die Schadsoftware-Funktionen des DRM-Systems haben in den USA bereits eine Klage hervorgerufen, in der dem Musikkonzern vorgeworfen wird, widerrechtlich fremde PC-Systeme zu infizieren.

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TranceaverMX 15. Nov 2005

Es führt zu keiner beeinträchtigung der Betriebssystemstabilität, quasi erwiesener Maßen...

TranceaverMX 15. Nov 2005

Eben! Sonys "Kopierschutz" ist AN SICH schon mit geltenden Gesetzen unvereinbar - bei uns...

AvonBerater 14. Nov 2005

Was noch hinzukommt: Der normale User wird auch jetzt noch nichts von Sonys...

soso 14. Nov 2005

Das hat sich vor den Protesten in den USA aber noch ganz anders angehört!!!!! Dass sie es...


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