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Test: Squeezebox 3 - Musik aus dem Netz mit Komfort

Komfortables Duo aus Netzwerk-Player und Server-Software. Der kleine US-Hersteller Slim Devices machte schon 2001 mit seinem Netzwerk-Audio-Player "SliMP3" auf sich aufmerksam und schaffte es auch mit den "Squeezebox" getauften Nachfolgern das Augenmerk auf sich zu lenken. Im Oktober 2005 erschien die neue Squeezebox 3, die zwar wie die Vorgänger kein UPnP beherrscht, aber durch ihre die Musik bereitstellende eigene Server-Software überzeugt. Golem.de testete die mit 329,- Euro verhältnismäßig teuere WLAN-Version des Geräts.
/ Jens Ihlenfeld
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Die neue Squeezebox 3 misst 19,2 x 9,3 x 8 cm und ist in Weiß oder Schwarz erhältlich, wobei die Front immer in gebürstetem Metall gehalten ist. Das Graustufendisplay mit grün-blauen Ziffern bietet mit 320 x 32 Pixeln die gleiche Auflösung wie das Vorgängermodell. Zudem gibt es wieder zwei Varianten, eine mit Ethernet und eine mit zusätzlicher WLAN-Unterstützung (802.11 b/g) und zwei internen Antennen.

Technisch hat sich kaum etwas geändert, es wird immer noch 24-Bit-Burr-Brown-DAC eingesetzt, es gibt digitale (optisch/koaxial) und analoge Ausgänge und es werden weiterhin alle relevanten Musikformate abgespielt, darunter AAC, MP2, MP3, MusePack, Ogg Vorbis und WMA, die unkomprimierten Formate AIFF, WAV und PCM sowie die verlustfrei gepackten Formate Apple Lossless, FLAC und WMA Lossless. Über das SqueezeNetwork lassen sich zudem Internet-Radio-Sendungen und auch RSS-Feeds empfangen, ohne dass ein Computer benötigt wird.

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Dabei arbeitet die Squeezebox 3 wie schon ihre Vorgänger mit dem SlimServer zusammen, der mittlerweile in der Version 6.2 vorliegt und aus dem Netz heruntergeladen werden muss – eine CD liegt dem Player nicht bei. Die in Perl geschriebene Software bietet der Hersteller Slim Devices als Open Source an. Sie steht sowohl für Windows als auch für MacOS X und Linux bereit, sollte sich aber auch auf anderen Plattformen nutzen lassen, auf denen Perl verfügbar ist.

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Ihre Vorteile zieht die Squeezebox zum einen aus hochwertiger Hardware sowie dem Zusammenspiel mit der Server-Software, die mit zahlreichen Funktionen aufwartet. Bedient wird der SlimServer vollständig über ein Web-Interface oder indirekt über die Squeezebox. Indirekt deshalb, da die Box selbst über keine Bedienelemente verfügt und stattdessen auf eine Fernbedienung zurückgegriffen wird. Diese ist auf den Player abgestimmt, gleicht der des Vorgängers und bietet auch spezielle Tasten zum Aufrufen der Suchfunktion oder um die Einstellungen des Displays zu ändern. Dazu zählt neben der Display-Helligkeit auch die Schriftgröße.

Die Installation des Players läuft schrittweise ab, hält aber einige kleinere Fußangeln bereit. Im Test fand der Player zwar direkt das richtige Funknetz, erklärte aber nach Eingabe eines falschen WEP-Schlüssels, er habe eine Verbindung herstellen können. Dass dies nicht der Fall sein konnte, zeigt sich erst beim Versuch, per DHCP an eine IP-Adresse zu kommen. Aber auch hier meldete der Player erfolgreichen Vollzug, obwohl er nur auf eine im Gerät gespeicherte Standardadresse zurückgriff, da er in dem Netz, in das er nicht korrekt eingebucht war, natürlich keinen DHCP-Server finden konnte. Dass etwas nicht in Ordnung war, zeigte sich erst, als der Player dann versuchte, mit dem SlimServer in Kontakt zu treten, was natürlich misslang. Nachdem schließlich alle Angaben korrekt waren – der Player akzeptiert einen WEP-Schlüssel nur im Hex-Format -, mochten sich SlimServer und Squeezebox 3 aber auf Anhieb.

Die WLAN-Variante der Squeezebox kann die 802.11b/g-Funkverbindungen nicht nur per WEP sondern auch mittels WPA und WPA2-AES sichern. Zudem können über einen SlimServer mehrere Player angesteuert werden und wahlweise das gleiche oder auch unterschiedliche Programme wiedergegeben werden.

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Die meisten Funktionen lassen sich über den Server steuern, nicht nur was die Server-Einstellungen betrifft, auch der Player lässt sich auf diese Art und Weise konfigurieren. Die Einstellungsmöglichkeiten sind umfangreich, angefangen bei den Daten, die der Player anzeigen soll über das Verhalten des Servers in Bezug auf die Musiksammlung bis hin zu den unterstützten Dateitypen.

Letztendlich konvertiert der SlimServer die Musik in Echtzeit und streamt sie an den Player, wobei er auch Überblendungen (Crossfading) von einem zum nächsten Titel unterstützt. Der SlimServer durchsucht auf Wunsch Verzeichnisse auf der Festplatte oder anderen Datenträgern und nimmt die gefundenen Titel in seine Datenbank auf. Auch mit Internetradios kann sich der Player verbinden, auf iTunes zugreifen oder Podcasts wiedergebenn. Zudem kann die Squeezebox die Inhalte von RSS-Feeds auf ihrem Display anzeigen. Zusätzliche Funktionen lassen sich über Plug-ins hinzufügen

Der Player merkt, wenn der Server im Netz deaktiviert wird und schaltet sein Display ab. Sobald der Server wieder verfügbar ist, wacht auch die Squeezebox wieder auf. Zudem lässt sie sich über das Web-Interface explizit in einen Stand-by-Modus schalten, allerdings bleibt dann die Anzeige nicht ganz dunkel.

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Das Web-Interface des SlimServers lässt sich über Skins optisch anpassen. Dabei stehen von Hause aus auch spezielle Skins für Touch-Screens oder PDAs zur Verfügung, die zur Fernsteuerung genutzt werden können.

Die neue Squeezebox 3 ist in der Wireless-Variante für stolze 329,- Euro und in der drahtgebundenen Version für 279,- Euro zu haben. Eine Händlerliste(öffnet im neuen Fenster) findet sich auf der offiziellen Hersteller-Website.

Fazit:
Die Squeezebox 3 präsentiert sich in schickem Design, das Gehäuse überzeugt durch gute Verarbeitung und das Gerät macht das, was man von ihm erwartet mit Bravour. Die Squeezebox spielt Musik aus dem Netz ab und ist dabei sehr einfach per Fernbedienung oder komfortablem Web-Interface zu steuern. Dabei reagiert sie flott und stellt im Zusammenspiel mit dem SlimServer ein gelungenes Produkt dar. Dennoch: Der Preis dürfte ruhig ein paar Euro niedriger liegen.


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