Test: Squeezebox 3 - Musik aus dem Netz mit Komfort
Technisch hat sich kaum etwas geändert, es wird immer noch 24-Bit-Burr-Brown-DAC eingesetzt, es gibt digitale (optisch/koaxial) und analoge Ausgänge und es werden weiterhin alle relevanten Musikformate abgespielt, darunter AAC, MP2, MP3, MusePack, Ogg Vorbis und WMA, die unkomprimierten Formate AIFF, WAV und PCM sowie die verlustfrei gepackten Formate Apple Lossless, FLAC und WMA Lossless. Über das SqueezeNetwork lassen sich zudem Internet-Radio-Sendungen und auch RSS-Feeds empfangen, ohne dass ein Computer benötigt wird.
Die Installation des Players läuft schrittweise ab, hält aber einige kleinere Fußangeln bereit. Im Test fand der Player zwar direkt das richtige Funknetz, erklärte aber nach Eingabe eines falschen WEP-Schlüssels, er habe eine Verbindung herstellen können. Dass dies nicht der Fall sein konnte, zeigt sich erst beim Versuch, per DHCP an eine IP-Adresse zu kommen. Aber auch hier meldete der Player erfolgreichen Vollzug, obwohl er nur auf eine im Gerät gespeicherte Standardadresse zurückgriff, da er in dem Netz, in das er nicht korrekt eingebucht war, natürlich keinen DHCP-Server finden konnte. Dass etwas nicht in Ordnung war, zeigte sich erst, als der Player dann versuchte, mit dem SlimServer in Kontakt zu treten, was natürlich misslang. Nachdem schließlich alle Angaben korrekt waren – der Player akzeptiert einen WEP-Schlüssel nur im Hex-Format -, mochten sich SlimServer und Squeezebox 3 aber auf Anhieb.
Die WLAN-Variante der Squeezebox kann die 802.11b/g-Funkverbindungen nicht nur per WEP sondern auch mittels WPA und WPA2-AES sichern. Zudem können über einen SlimServer mehrere Player angesteuert werden und wahlweise das gleiche oder auch unterschiedliche Programme wiedergegeben werden.
Letztendlich konvertiert der SlimServer die Musik in Echtzeit und streamt sie an den Player, wobei er auch Überblendungen (Crossfading) von einem zum nächsten Titel unterstützt. Der SlimServer durchsucht auf Wunsch Verzeichnisse auf der Festplatte oder anderen Datenträgern und nimmt die gefundenen Titel in seine Datenbank auf. Auch mit Internetradios kann sich der Player verbinden, auf iTunes zugreifen oder Podcasts wiedergebenn. Zudem kann die Squeezebox die Inhalte von RSS-Feeds auf ihrem Display anzeigen. Zusätzliche Funktionen lassen sich über Plug-ins hinzufügen
Der Player merkt, wenn der Server im Netz deaktiviert wird und schaltet sein Display ab. Sobald der Server wieder verfügbar ist, wacht auch die Squeezebox wieder auf. Zudem lässt sie sich über das Web-Interface explizit in einen Stand-by-Modus schalten, allerdings bleibt dann die Anzeige nicht ganz dunkel.
Die neue Squeezebox 3 ist in der Wireless-Variante für stolze 329,- Euro und in der drahtgebundenen Version für 279,- Euro zu haben. Eine Händlerliste(öffnet im neuen Fenster) findet sich auf der offiziellen Hersteller-Website.
Fazit:
Die Squeezebox 3 präsentiert sich in schickem Design, das Gehäuse überzeugt durch gute Verarbeitung und das Gerät macht das, was man von ihm erwartet mit Bravour. Die Squeezebox spielt Musik aus dem Netz ab und ist dabei sehr einfach per Fernbedienung oder komfortablem Web-Interface zu steuern. Dabei reagiert sie flott und stellt im Zusammenspiel mit dem SlimServer ein gelungenes Produkt dar. Dennoch: Der Preis dürfte ruhig ein paar Euro niedriger liegen.
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