Novell rudert zurück: KDE bleibt
Man habe "in Abstimmung mit seinen Kunden entschieden, sowohl GNOME als auch KDE weiterhin in allen Produkten von Novell zur Verfügung zu stellen" , erklärt Holger Dyroff, Vice President Product Management Linux Platforms bei Novell. Beide Oberflächen sollen auch in Zukunft weiterentwickelt werden und der Support bleibe uneingeschränkt gewährleistet.
Die einzige Neuerung besteht nun darin, so Dyroff, "dass bei allen zukünftigen Produkten GNOME als Standard eingestellt ist" . Ein Wechsel zu KDE sei allerdings einfach. Man wolle unentschlossenen Nutzern vor allem die Entscheidung abnehmen, so Dyroff gegenüber Golem.de.
Als Grund für die Festlegung nannte Dyroff das Drängen von Industriepartnern, wobei auf Seiten der Partner, darunter IBM, mit den GTK-Bibliotheken gearbeitet werde. Zudem habe Novell mit der Entscheidung für einen Desktop Kosten senken wollen, sich aber auf Grund von Kunden-Feedback nun dazu entschlossen, weiterhin beide Desktops zu unterstützen.
Die Entscheidung für GNOME als Standard-Desktop soll für alle kommenden Novell-Produkte gelten, d.h. auch für die Retail-Box "SUSE Linux", die auf openSUSE aufsetzt. Dabei bewertet Dyroff die Entscheidung für openSUSE als einen Erfolg, die Zahl der Nutzer von Suse Linux habe sich mit der Öffnung der Entwicklung und der neuen, frei verfügbaren Distribution verdreifacht.